Ein Einzugsgebiet lässt sich bei Google nicht als Radius festlegen, sondern nur über konkrete Städte, Postleitzahlen oder andere Gebietstypen – maximal 20 Stück, und laut offizieller Google-Hilfe sollte die Gesamtausdehnung „nicht mehr als etwa zwei Autostunden“ vom Unternehmensstandort entfernt liegen. Für die meisten Handwerksbetriebe ist aber ein deutlich kleineres, realistisches Gebiet sinnvoller: Entfernung ist einer von drei offiziellen Google-Rankingfaktoren für lokale Suchergebnisse, und ein zu weit gefasstes Einzugsgebiet verwässert die Relevanz für die tatsächlich wichtigen, nahen Suchanfragen, statt die Sichtbarkeit dort zu erhöhen.
Der verbreitete Irrtum: ein Radius lässt sich nicht festlegen
Viele Betriebe versuchen zuerst, im Google Business Profil so etwas wie „30 Kilometer rund um den Firmensitz“ einzustellen – und stoßen dabei auf eine Grenze, die Google bewusst gesetzt hat. Die offizielle Google-Hilfe zu Einzugsgebieten stellt klar: „Es ist nicht möglich, einen Radius um Ihr Unternehmen als Einzugsgebiet anzugeben.“ Stattdessen lässt sich das Einzugsgebiet nur „anhand einer Stadt, einer Postleitzahl oder eines anderen Gebietstyps“ definieren. Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Rohrreinigungsbetrieb möchte ursprünglich „40 km um den Standort“ als Gebiet hinterlegen. Das ist technisch nicht vorgesehen – stattdessen muss der Betrieb die einzelnen Städte und Gemeinden im relevanten Umkreis einzeln auswählen, was zunächst nach Mehraufwand aussieht, aber gleichzeitig erzwingt, sich bewusst mit der tatsächlich sinnvollen Auswahl auseinanderzusetzen, statt eine pauschale Zahl einzutragen.
Die offiziellen Grenzen: maximal 20 Gebiete, rund zwei Autostunden
Google setzt für Einzugsgebiete zwei konkrete Obergrenzen. Zur Anzahl heißt es in der offiziellen Hilfe: „Maximal 20 Einzugsgebiete sind zulässig.“ Zur maximalen Ausdehnung gilt: „Die Grenzen des gesamten Einzugsgebiets sollten nicht mehr als etwa zwei Autostunden vom Standort des Unternehmens entfernt sein.“ Zusätzlich empfiehlt Google ausdrücklich, das Einzugsgebiet „so genau wie möglich“ anzugeben, statt großzügig zu schätzen.
| Regel | Vorgabe laut Google |
|---|---|
| Radius als Einzugsgebiet | Nicht möglich |
| Zulässige Angaben | Städte, Postleitzahlen, andere Gebietstypen |
| Maximale Anzahl Gebiete | 20 |
| Maximale Gesamtausdehnung | Rund zwei Autostunden vom Standort |
Dienstleistungsunternehmen vs. Hybridunternehmen: welcher Typ passt?
Google unterscheidet bei Betrieben mit Einzugsgebiet offiziell zwei Profiltypen. Ein Unternehmen ohne festen Standort ist laut Google eines, das „Kunden vor Ort besucht oder beliefert, aber an ihrer Geschäftsadresse keine Kunden empfängt“ – als Beispiel nennt Google ausdrücklich einen Klempnerbetrieb. Ein Hybridunternehmen dagegen „empfängt Kunden an ihrer Geschäftsadresse, kommt aber auch zu ihnen oder beliefert sie“ – Google nennt hier eine Autowerkstatt mit Pannendienst als Beispiel. Für einen Handwerksbetrieb ist diese Unterscheidung keine Formalie: Ein Elektrobetrieb ohne eigenes Ladengeschäft, der ausschließlich beim Kunden vor Ort arbeitet, sollte als Unternehmen ohne festen Standort geführt werden und kann die eigene Adresse verbergen. Ein Betrieb mit eigenem Ausstellungsraum, der zusätzlich Vor-Ort-Termine anbietet, ist dagegen ein Hybridunternehmen und zeigt seine Adresse weiterhin öffentlich.
Warum kleiner oft besser ist: der Zusammenhang mit dem Rankingfaktor Entfernung
Wie unser Ratgeber zu den Grundlagen von Local SEO beschreibt, benennt Google offiziell drei Rankingfaktoren für lokale Suchergebnisse: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Ein übermäßig großes Einzugsgebiet nutzt diesem zweiten Faktor nicht – es verschiebt lediglich, für wie viele unterschiedliche Orte ein Profil überhaupt infrage kommt, ohne die Position bei einer einzelnen Suche zu verbessern. Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Malerbetrieb in Aachen trägt testweise auch Städte wie Bonn und Düsseldorf ein, obwohl er dort so gut wie nie Aufträge annimmt. Statt dort zusätzlich sichtbar zu werden, verwässert das Profil dadurch sein Kernprofil für die tatsächlich wichtigen, nahen Suchanfragen aus Aachen selbst – ohne einen messbaren Vorteil in den entfernteren Städten, in denen ohnehin lokal ansässige Betriebe bei Relevanz und Entfernung im Vorteil bleiben.
| Einzugsgebiet | Einordnung |
|---|---|
| Nur der eigene Ort | Oft zu eng, falls real mehrere Nachbarorte bedient werden |
| Eigener Ort plus tatsächlich bediente Nachbarorte | In der Regel passend |
| Gesamte Region oder mehrere Großstädte auf Vorrat | Meist zu weit gefasst |
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Fazit: Präzise statt großzügig
Ein Einzugsgebiet lässt sich bei Google nicht pauschal als Radius festlegen, sondern nur über konkrete Orte – und Google selbst empfiehlt ausdrücklich Präzision statt Großzügigkeit. Für die meisten Handwerksbetriebe zahlt sich ein eng an der Realität orientiertes Gebiet mehr aus als ein möglichst großes, weil Entfernung ein eigenständiger Rankingfaktor bleibt. Wer für mehrere dieser Orte eigene Seiten anlegt, sollte zudem das Duplicate-Content-Risiko bei Stadtseiten im Blick behalten. Wie sich das Google Business Profil darüber hinaus korrekt anlegt, zeigt unser Ratgeber zum Erstellen eines Profils, wie es sich laufend pflegen lässt, unser Ratgeber zur Profilpflege. Wie growen Local SEO für Handwerksbetriebe konkret umsetzt, zeigt unsere Seite zur lokalen Google-Sichtbarkeit.