Für das Ranking im Local Pack lohnen sich Google Posts kaum: Laut der Whitespark-Studie zu lokalen Ranking-Faktoren 2026 liegt die Häufigkeit von Google Posts nur auf Rang 148 von 187 Faktoren, die reine Anzahl sogar nur auf Rang 168 – für organische lokale Rankings sind beide Werte mit Rang 186 und 187 nahezu am Ende der Liste. Trotzdem kann sich die Funktion lohnen, weil Posts direkt im Suchergebnis und auf Google Maps erscheinen und damit kostenlosen, gut sichtbaren Werbeplatz bieten, unabhängig vom Ranking-Effekt.
Voraussetzung ist ein bereits angelegtes Profil – falls das noch fehlt, zeigt unser Ratgeber zum Anlegen eines Google-Unternehmensprofils, wie das funktioniert.
Die drei Post-Typen im Überblick
Google unterscheidet offiziell drei Beitragsarten: Aktuelles („Teilen Sie Neuigkeiten und Wissenswertes über Ihr Unternehmen“) mit Beschreibung, Foto oder Video und optionaler Aktionsschaltfläche; Angebote („Solche Beiträge können Werbeaktionen oder Angebote Ihres Unternehmens betreffen“) mit Pflichtangaben zu Titel, Datum und Uhrzeit sowie automatischem „Angebot ansehen“-Button, optional ergänzt um Gutscheincode; und Veranstaltungen („Damit bewerben Sie ein Event Ihres Unternehmens“) mit Titel, Start- und Enddatum. So kann ein Beispiel-Post vom Typ „Aktuelles“ in der Praxis aussehen:
Schematische Darstellung eines Beispiel-Posts vom Typ „Aktuelles“ – keine reale Kundendarstellung. Fassadenfoto: Julia Taubitz via Unsplash.
Was die Studie zeigt: geringe Ranking-Wirkung im Vergleich
Im Vergleich zu anderen Pflegemaßnahmen fallen Google Posts bei der Ranking-Wirkung deutlich ab, wie unser Ratgeber zu Fotos im Unternehmensprofil mit den entsprechenden Rängen für Fotos bereits zeigt:
| Faktor | Rang Local Pack | Rang organisch |
|---|---|---|
| Häufigkeit von Google Posts | 148 | 186 |
| Keywords in Google Posts | 160 | 177 |
| Anzahl der Google Posts | 168 | 187 (letzter Platz) |
Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Dachdeckerbetrieb, der jede Woche einen neuen Post veröffentlicht, aber seine Fotos seit Monaten nicht aktualisiert, investiert Zeit in den nach Studienlage schwächeren der beiden Hebel – laut unserem Fotos-Ratgeber liegt die Aktualität von Fotos mit Rang 89 deutlich vor jedem Post-Faktor.
Warum sich Posts trotzdem lohnen können
Der geringe Ranking-Effekt bedeutet nicht, dass Posts wirkungslos sind – er bedeutet nur, dass ihr Nutzen woanders liegt. Posts erscheinen direkt im Google-Unternehmensprofil in der Suche und auf Maps, oft noch bevor jemand die eigentliche Website besucht. Ein Angebot mit automatischem „Angebot ansehen“-Button oder eine Veranstaltung mit Datum kann so eine konkrete Handlung auslösen, ganz ohne dass Google dafür das Ranking verändert. Ein Beispiel: Ein Fliesenleger kündigt per Post eine zeitlich begrenzte Rabattaktion für Badsanierungen an. Der Post verändert die Sichtbarkeit im Local Pack nicht messbar, sorgt aber bei Betrachtenden, die das Profil ohnehin schon gefunden haben, für zusätzliche Anfragen über den Angebots-Button – ein Effekt, der sich nicht im Ranking, sondern direkt in Anfragen niederschlägt.
Praxisbeispiel: Ein Veranstaltungs-Post für den Tag der offenen Tür
Eine Tischlerei plant einen Tag der offenen Tür in der eigenen Werkstatt und legt dafür einen Post vom Typ Veranstaltungen an, mit festem Datum, einer kurzen Beschreibung der Aktion und zwei Fotos aus der Werkstatt. Der Post selbst verbessert das Ranking im Local Pack nach Studienlage kaum messbar – trotzdem sehen ihn alle, die in den Tagen davor gezielt nach der Tischlerei suchen oder das Profil über die Kartenansicht öffnen, direkt und ohne Umweg über die Website. Ohne komplett neue Zielgruppe zu erreichen, sorgt der Post bei der ohnehin schon suchenden Kundschaft für eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Veranstaltung wahrgenommen wird – ein Effekt, der sich eher in der Teilnehmerzahl als im Ranking zeigt. Der Unterschied zu bezahlter Werbung: Der Post kostet nichts zusätzlich zum ohnehin gepflegten Profil, erreicht dafür aber ausschließlich Menschen, die bereits aktiv nach genau diesem Betrieb oder einer vergleichbaren Leistung in der Nähe suchen.
Gültigkeitsdauer und Archivierung
Beiträge ohne eigenen Zeitraum archiviert Google nach sechs Monaten automatisch. Angebote und Veranstaltungen mit festgelegtem Start- und Enddatum bleiben dagegen bis zu diesem Datum sichtbar, unabhängig von der Sechs-Monats-Regel. Wer also eine Rabattaktion für die nächsten drei Monate plant, sollte das Enddatum explizit setzen, statt sich auf den allgemeinen Archivierungszeitraum zu verlassen. Wie sich das in einen realistischen Pflege-Rhythmus einordnet, erklärt unser Ratgeber zur laufenden Profilpflege.
Interaktiv: Welcher Post-Typ passt zu Ihrem Vorhaben?
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Fazit: Kein Ranking-Hebel, aber ein kostenloser Sichtbarkeits-Kanal
Wer Google Posts primär für ein besseres Ranking einsetzt, wird nach dieser Datenlage enttäuscht – der Effekt ist im Vergleich zu Fotos, Attributen oder Bewertungen gering. Als kostenloser, direkt sichtbarer Werbeplatz für konkrete Anlässe wie Angebote oder Veranstaltungen bleibt die Funktion trotzdem nützlich. Wie growen Google-Unternehmensprofile im Rahmen der lokalen Sichtbarkeit betreut, zeigt unsere Seite zur lokalen Google-Sichtbarkeit.
