Ratgeber

OnPage-SEO-Checkliste für Einsteiger

Oktober 4, 2026 6 Min. Lesezeit

Eine OnPage-SEO-Checkliste für Einsteiger besteht aus sieben Prüfpunkten pro Seite: ein einzigartiger Title mit dem Hauptbegriff, eine eigene Meta-Description, genau eine H1, gliedernde Zwischenüberschriften, der Hauptbegriff im Fließtext, beschreibende Alt-Texte und interne Links. Welche davon wirklich Standard sind, haben wir an 20 Top-Treffern für vier Kostenanfragen gemessen: Den Hauptbegriff im Title hatten alle 20, eine Meta-Description 19 und den Hauptbegriff in der H1 18. Die oft zitierte 60-Zeichen-Grenze beim Title hielten dagegen nur 12 ein, und vollständige Alt-Texte hatten nur 8 von 18 Seiten mit mindestens drei Bildern.

Die OnPage-SEO-Checkliste auf einen Blick

OnPage-SEO umfasst alles, was Sie direkt auf der einzelnen Seite steuern. Die Tabelle ordnet die sieben Prüfpunkte nach Priorität: Die vier „Muss“-Punkte entscheiden darüber, ob Google und Besucher eine Seite überhaupt dem Thema zuordnen können, die drei „Sollte“-Punkte verfeinern das Ergebnis.

Prüfpunkt Was Sie prüfen Priorität
Title Hauptbegriff vorn, für jede Seite einzigartig, nicht „Startseite“ Muss
H1 Genau eine pro Seite, enthält den Hauptbegriff Muss
Meta-Description Eigener Text pro Seite, nennt den konkreten Nutzen der Seite Muss
Fließtext Hauptbegriff in den ersten Sätzen, die Antwort steht zuerst Muss
Zwischenüberschriften H2 gliedern die Seite nach den Fragen der Kunden Sollte
Interne Links Mindestens zwei bis drei Links auf passende eigene Seiten Sollte
Alt-Texte Jedes inhaltliche Bild beschreibt in einem Satz, was zu sehen ist Sollte

Eigene Auswertung: Was Top-Seiten tatsächlich standardmäßig haben

Um die Prioritäten nicht aus dem Bauch zu setzen, haben wir für vier Kostenanfragen (Badsanierung, Heizung, Fliesenleger, Malerarbeiten) mit Ahrefs die organischen Top-Treffer in Deutschland abgerufen, Foren und Social-Media-Treffer aussortiert und von 20 Seiten Title, Meta-Description, H1 und Bild-Alt-Texte direkt aus dem HTML ausgelesen:

Hauptbegriff im Title100 % (20 von 20)Meta-Description vorhanden95 % (19 von 20)Hauptbegriff in der H190 % (18 von 20)Genau eine H185 % (17 von 20)Title bis 60 Zeichen60 % (12 von 20)Meta-Description 120 bis 160 Zeichen55 % (11 von 20)Alt-Texte (mind. 90 % der Bilder)44 % (8 von 18)

Anteil der 20 Top-Treffer, die das Merkmal im ausgelieferten HTML erfüllen (bei Alt-Texten 18 Seiten mit mindestens drei Bildern). Dunkelgrün: von mindestens 85 Prozent erfüllt. Drei weitere Seiten blieben unberücksichtigt: zwei mit Zugriffssperre, eine war beim Abruf technisch nicht auslesbar.

Das Bild ist eindeutig: Vier Merkmale sind praktisch Standard und decken sich mit den „Muss“-Punkten, nämlich Hauptbegriff im Title (100 Prozent), Meta-Description (95 Prozent), Hauptbegriff in der H1 (90 Prozent) und genau eine H1 (85 Prozent). Die vermeintlichen Feinheiten sind es dagegen nicht: Nur 60 Prozent halten die 60-Zeichen-Grenze beim Title ein, nur 55 Prozent liegen mit der Meta-Description zwischen 120 und 160 Zeichen, und nur 44 Prozent haben nahezu lückenlose Alt-Texte. Eine Einschränkung gehört dazu: Die Messung erfolgte im ausgelieferten HTML ohne JavaScript, bei zwei Seiten fehlte dort die H1. Dass Inhalt und Suchabsicht schwerer wiegen als Details, zeigt auch unsere Stichprobe zu technischem SEO ohne Inhalte.

Title und Meta-Description: Die zwei Zeilen in den Suchergebnissen

Laut Googles Dokumentation zu Title-Links gibt es kein festes Längenlimit, der Title wird aber passend zur Gerätebreite gekürzt; er soll beschreibend und knapp sein und kein Keyword-Stuffing enthalten. Ein Beispiel zur Einordnung: „Startseite – Mustermann GmbH“ sagt weder Google noch Besuchern, worum es geht, „Badsanierung Aachen: Ablauf, Kosten und Dauer | Mustermann“ nennt dagegen Hauptbegriff, Ort und den Nutzen. Die Praxis der Top-Treffer bestätigt die lockere Längenregel: Ihre Titles reichten von 20 bis 77 Zeichen. Bei der Meta-Description gilt laut Googles Dokumentation zu Snippets Ähnliches: kein Limit, aber Kürzung nach Gerätebreite, eine eigene Beschreibung pro Seite statt Textbausteinen, und Snippets entstehen hauptsächlich aus dem Seiteninhalt, die Meta-Description wird nur manchmal verwendet. Die Beschreibungen der Top-Treffer waren zwischen 97 und 174 Zeichen lang. Wo sich beide Felder in WordPress pflegen lassen, zeigt unser Ratgeber zu den WordPress-SEO-Einstellungen. Wie Google zusätzliche Angaben wie Öffnungszeiten oder Fragen und Antworten in einem festen Format erhält, erklärt unser Ratgeber zu strukturierten Daten.

Überschriften: Genau eine H1 und eine Gliederung nach Fragen

17 der 20 Top-Seiten hatten genau eine H1, 18 den Hauptbegriff darin. Die H1 ist damit die sichtbare Überschrift der Seite, die zum Title passen und dasselbe Thema benennen sollte. Die H2-Überschriften darunter gliedern die Seite in die Fragen, die Kunden tatsächlich stellen. Ein Beispiel zur Einordnung: Eine Leistungsseite „Badsanierung in Aachen“ bekommt als H1 genau diese Zeile und darunter H2-Abschnitte wie „Wie läuft eine Badsanierung ab?“, „Was kostet eine Badsanierung?“, „Wie lange dauert sie?“ und „Ein Beispielprojekt“. Jeder Abschnitt braucht dabei echten Inhalt, denn eine saubere Gliederung über dünnen Texten bringt nichts.

Fließtext und interne Links: Antwort zuerst, Verweise einbetten

Der Hauptbegriff gehört nicht nur in den Title, sondern in die ersten Sätze des Fließtexts, möglichst mit der direkten Antwort. Ein Beispiel zur Einordnung: Statt „Willkommen auf unserer Seite, wir freuen uns über Ihr Interesse“ beginnt die Seite mit „Eine Badsanierung umfasst Rückbau, Installation, Fliesenarbeiten und Montage – hier lesen Sie, wie der Ablauf aussieht und welche Faktoren den Preis bestimmen.“ Interne Links verbinden die Seite mit passenden Themen: Eine Leistungsseite sollte auf ein Referenzprojekt, eine verwandte Leistung und den Kontakt verweisen, am besten eingebettet in einen Satz statt als Linkliste. Wie Sie die Texte dafür aufbauen und ob Sie sie selbst schreiben, klärt unser Ratgeber Website-Texte selbst schreiben oder schreiben lassen.

Bilder und Alt-Texte: Beschreiben statt Keywords aufzählen

Die Google-Dokumentation zur Bild-SEO empfiehlt kurze, beschreibende Dateinamen und Alt-Texte und warnt davor, das Alt-Attribut mit Keywords zu füllen, weil das die Nutzererfahrung verschlechtert und als Spam gelten kann. Ein Beispiel zur Einordnung: „IMG_4471.jpg“ ohne Alt-Text ist eine verschenkte Chance, „Bad Badsanierung Bad renovieren Bad Kosten“ ist Keyword-Stuffing, „Neues Bad mit bodengleicher Dusche und Natursteinfliesen“ ist ideal. Das Thema wird in der Praxis oft vernachlässigt: Nur 8 von 18 untersuchten Seiten hatten bei mindestens 90 Prozent ihrer Bilder einen Alt-Text, eine Seite kam bei 330 Bildern auf nur 16 Alt-Texte. Wie Sie Format und Dateigröße der Bilder richtig wählen, zeigt unser Ratgeber zur Bildoptimierung mit WebP.

Interaktiv: Ihr OnPage-SEO-Check

Haken Sie ab, was auf Ihre wichtigste Leistungsseite bereits zutrifft:

Ihr OnPage-SEO-Check für eine Seite
0 von 7 Punkten erfüllt.
Zuerst die Muss-Punkte 1 bis 4 klären, sie bringen den größten Effekt.

Fazit: Erst die vier Muss-Punkte, dann die Feinheiten

Eine gute OnPage-SEO-Checkliste für Einsteiger setzt Prioritäten: Title, H1, Meta-Description und ein Fließtext mit dem Hauptbegriff in den ersten Sätzen sind bei den Top-Treffern praktisch Standard, Längenregeln und perfekte Alt-Texte dagegen nicht. Wer diese vier Punkte für jede Leistungsseite sauber umsetzt und danach Zwischenüberschriften, interne Links und Alt-Texte ergänzt, hat die OnPage-Basis gelegt, auf der Inhalte erst wirken können.

Häufige Fragen

Was gehört in eine OnPage-SEO-Checkliste für Einsteiger?

Sieben Prüfpunkte pro Seite: ein einzigartiger Title mit dem Hauptbegriff, eine eigene Meta-Description, genau eine H1, gliedernde Zwischenüberschriften, der Hauptbegriff im Fließtext, beschreibende Alt-Texte und interne Links. Title, H1, Meta-Description und Fließtext haben höchste Priorität.

Wie lang sollten Title und Meta-Description sein?

Google nennt kein festes Limit, kürzt Title und Snippet aber passend zur Gerätebreite. In unserer Auswertung von 20 Top-Treffern hielten nur 12 den üblichen Richtwert von 60 Zeichen beim Title ein, die Spanne reichte von 20 bis 77 Zeichen. Wichtiger als die exakte Länge ist, dass der Hauptbegriff vorn steht.

Verbessert die Meta-Description direkt das Ranking?

Nicht nachweislich. Laut Google entstehen Snippets hauptsächlich aus dem Seiteninhalt, die Meta-Description wird nur manchmal verwendet. Sie bleibt trotzdem sinnvoll, weil sie als kurze Vorschau darüber mitentscheidet, ob jemand klickt.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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