Ratgeber

Was eine Betriebs-Website mindestens enthalten sollte (Checkliste)

September 27, 2026 4 Min. Lesezeit

Eine Betriebs-Website braucht mindestens sechs Bausteine: ein vollständiges Impressum nach § 5 DDG, eine Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO, eine schnell erreichbare Kontaktmöglichkeit, eine SSL-Verschlüsselung, mindestens eine eigene Seite pro Kernleistung sowie eine mobil optimierte Darstellung. Diese Website-Checkliste für Betriebe fasst zusammen, was rechtlich verpflichtend und technisch sinnvoll ist – für die Details zu einzelnen Punkten verweisen die jeweiligen Abschnitte auf unsere ausführlichen Ratgeber.

Die rechtlichen Pflichtangaben: Impressum und Datenschutz

Laut § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG, das frühere Telemediengesetz) müssen geschäftsmäßige Websites Name und Anschrift, eine Möglichkeit zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme sowie bei eingetragenen Betrieben die Handelsregisternummer ständig, leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar bereithalten. Zusätzlich schreibt Art. 13 DSGVO eine Datenschutzerklärung vor, sobald personenbezogene Daten erhoben werden – was bei jedem Kontaktformular automatisch der Fall ist. Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Malerbetrieb verlinkt sein Impressum nur über einen unauffälligen Link im Footer der Startseite, nicht aber von der separaten Kontaktseite aus – laut Gesetz reicht das nicht, da die Angaben von jeder Unterseite aus unmittelbar erreichbar sein müssen. Fehlt das Impressum ganz oder ist es unvollständig, ist das ein klassischer, häufig abgemahnter Fehler. Die Datenschutzerklärung muss zusätzlich konkret benennen, welche Daten bei einem Website-Besuch oder über das Kontaktformular erhoben werden, zu welchem Zweck und wie lange sie gespeichert bleiben – eine allgemein gehaltene Textvorlage ohne Bezug zu den tatsächlich eingesetzten Werkzeugen wie Kontaktformular-Plugin oder eingebetteter Karte erfüllt diese Pflicht nicht vollständig.

Kontaktmöglichkeit und NAP-Konsistenz

Eine reine Kontaktform reicht selten aus. Für lokale Betriebe gehören mindestens diese vier Angaben auf die Kontaktseite:

Angabe Warum sie zählt
Telefonnummer Schnellster Kanal für dringende Anfragen, besonders bei Notdiensten
E-Mail-Adresse Gesetzlich vorgeschrieben nach § 5 DDG
Vollständige Anschrift Muss exakt mit Google-Unternehmensprofil und Branchenverzeichnissen übereinstimmen
Kontaktformular Niedrigschwellige Alternative für Anfragen außerhalb der Geschäftszeiten

Entscheidend ist dabei, dass Name, Adresse und Telefonnummer exakt in der Schreibweise mit dem Google-Unternehmensprofil und allen Branchenverzeichnissen übereinstimmen – wie stark abweichende Angaben das lokale Ranking beeinträchtigen, erklärt unser Ratgeber zur NAP-Konsistenz.

Technische Mindestanforderungen: SSL, Ladezeit, Mobile-Darstellung

Eine SSL-Verschlüsselung (erkennbar am Schloss-Symbol und https:// in der Adresszeile) ist mittlerweile eine absolute Grundvoraussetzung – ohne sie warnt jeder moderne Browser aktiv vor der Seite, und auch datenschutzrechtlich ist sie längst Pflicht, wie unser Ratgeber zu HTTPS und SSL-Zertifikat zeigt. Darüber hinaus gilt laut Googles eigener Dokumentation zu den Core Web Vitals ein Largest Contentful Paint von 2,5 Sekunden oder weniger als guter Wert. Da der Großteil der lokalen Kundschaft ausschließlich vom Smartphone aus sucht, ist eine mobil optimierte Darstellung keine Kür, sondern Pflicht – warum das so entscheidend ist, zeigt unser Ratgeber zum Mobile-First-Prinzip.

Inhaltliche Mindestausstattung: Seiten, Texte, Fotos

Für die meisten lokalen Betriebe reichen inhaltlich sechs bis zehn Unterseiten: Startseite, eine Seite pro Kernleistung, Über uns, Kontakt sowie die beiden rechtlichen Pflichtseiten Impressum und Datenschutz – die genaue Aufteilung erklärt unser Ratgeber zur richtigen Seitenanzahl. Inhaltlich braucht jede dieser Seiten sowohl verständlichen, fachlich fundierten Text als auch mindestens ein authentisches Foto – wie Texte am besten entstehen und wie viele Fotos sinnvoll sind, zeigen unsere Ratgeber zu Website-Texten und zur richtigen Foto-Anzahl. Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Elektrobetrieb mit drei Kernleistungen kommt so auf neun Unterseiten – Startseite, drei Leistungsseiten, Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz und eine Referenzen-Seite mit Vorher-Nachher-Fotos. Wichtig dabei: Diese neun Seiten müssen nicht alle gleichzeitig zum Start online gehen – Startseite, Kontakt und die beiden rechtlichen Pflichtseiten haben Priorität, weitere Leistungsseiten und die Referenzen-Seite lassen sich in den ersten Wochen nach dem Launch ergänzen, ohne dass die Website dadurch unvollständig wirkt.

Wie sich diese Checkliste von einem vollständigen Website-Projekt unterscheidet

Diese sechs Bausteine sind eine Mindestbasis, keine vollständige Website-Strategie. Ob dafür ein Baukasten-System ausreicht oder eine individuell entwickelte Website sinnvoller ist, hängt von Wachstumsplänen und technischen Anforderungen ab – die Abwägung zeigt unser Ratgeber zu Baukasten oder individueller Website. Wird die Website ohnehin gerade neu erstellt oder überarbeitet, lohnt sich zusätzlich ein Blick in unseren Ratgeber zum seriösen Website-Angebot, damit diese Mindestanforderungen von Anfang an Teil der Planung sind, statt nachträglich ergänzt werden zu müssen. Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Betrieb, der lediglich die sechs Bausteine dieser Checkliste erfüllt, aber die Seitenstruktur nicht vorab durchdacht hat, muss oft schon nach kurzer Zeit einzelne Unterseiten nachträglich aufteilen, weil eine einzige Leistungsseite mehrere, eigentlich unterschiedliche Angebote gleichzeitig abdecken sollte. Wie sich jede dieser Seiten anschließend auf Title, Überschriften und Texte prüfen lässt, zeigt unsere OnPage-SEO-Checkliste für Einsteiger.

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Fazit: Sechs Bausteine, kein Grund für Perfektionismus

Eine Betriebs-Website muss nicht aufwendig sein, um alle Mindestanforderungen zu erfüllen – rechtliche Pflichtangaben, eine erreichbare Kontaktmöglichkeit, SSL-Verschlüsselung, mobile Optimierung sowie eine Seite pro Kernleistung mit echten Texten und Fotos decken die Basis ab. Wer diese sechs Bausteine hat, kann sich anschließend gezielt einzelnen Verbesserungen widmen, statt am Anfang von der Komplexität überwältigt zu werden.

Häufige Fragen

Was muss eine Betriebs-Website mindestens enthalten?

Sechs Bausteine: ein vollständiges Impressum nach § 5 DDG, eine Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO, eine schnell erreichbare Kontaktmöglichkeit, eine SSL-Verschlüsselung, mindestens eine eigene Seite pro Kernleistung sowie eine mobil optimierte Darstellung.

Ist ein Impressum auf jeder Betriebs-Website Pflicht?

Ja. Laut § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG, vormals TMG) müssen geschäftsmäßige Websites Name, Anschrift und eine Möglichkeit zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme ständig verfügbar halten. Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum ist ein klassischer Abmahngrund.

Reicht eine einzige Seite ohne Unterseiten für einen Betrieb aus?

In den seltensten Fällen. Schon die rechtlichen Pflichtangaben allein benötigen eigene Unterseiten für Impressum und Datenschutz, hinzu kommt für jede Kernleistung idealerweise eine eigene Leistungsseite.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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