Für die Sichtbarkeit in Gemini und der Google-KI-Suche zählt zuerst, dass Ihre Seite im Google-Suchindex steht, mit Textauszug zeigbar ist und Googlebot nicht gesperrt wird. Nach Googles Leitfaden gibt es für AI Overviews und AI Mode keine zusätzlichen Anforderungen und keine Sonderoptimierung. Unsere Prüfung zeigt, wo es hakt: Bei 4 von 29 Betriebs-Websites standen 30 Leistungs- und Unterseiten auf noindex, bei den 59 Ratgeberseiten keine, und nur 1 von 54 robots.txt-Dateien sperrte Google-Extended.
Welche Systeme gemeint sind
Die Google-KI-Suche und Gemini sind nicht dasselbe. Laut Googles Leitfaden zu KI-Funktionen sind AI Overviews und AI Mode Teil der Suche, und für sie gelten die Steuerungen der Suche. Für Gemini Apps beschreibt die Übersicht der Google-Crawler die Grundierung mit Inhalten aus dem Google-Suchindex, das Token Google-Extended steuert Training und Grundierung. Die Tabelle stellt beides gegenüber:
| System | Wie Inhalte genutzt werden | Was es steuert |
|---|---|---|
| AI Overviews und AI Mode | Teil der Google-Suche, zeigt Links zu Seiten aus dem Suchindex | Googlebot in der robots.txt, noindex, nosnippet, data-nosnippet, max-snippet |
| Gemini Apps | Grundierung mit Inhalten aus dem Google-Suchindex und Training künftiger Modelle | Google-Extended in der robots.txt, laut Google ohne Einfluss auf die Google-Suche |
Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Betrieb sperrt Google-Extended, weil er nicht für das Training genutzt werden will. Seine Seiten bleiben in der Google-Suche und damit in AI Overviews erreichbar, solange Googlebot erlaubt ist. Sperrt er dagegen Googlebot, verschwindet er aus der Suche, wie der Ratgeber zur robots.txt beschreibt.
Was Google als Grundlage nennt
Für AI Overviews und AI Mode muss eine Seite laut Google indexiert und mit Snippet zeigbar sein, weitere technische Anforderungen gibt es nicht. Als Grundlagen nennt der Leitfaden unter anderem, dass Crawling in der robots.txt und durch Hosting oder CDN erlaubt ist, wichtige Inhalte als Text vorliegen und die Angaben im Business Profile aktuell sind. Neue KI-Dateien oder besonderes Markup sind nicht nötig, wie auch der Ratgeber zur llms.txt zeigt. AI Overviews und AI Mode können bei einer Antwort mehrere verwandte Suchen ausführen, wie unser Ratgeber zu AI Overviews beschreibt.
Eigene Auswertung: Seiten, die sich selbst ausschließen
Wir haben bei 29 Betriebs-Websites (273 Seiten) und 59 Ratgeberseiten zu Handwerkskosten geprüft, ob die Seite per Meta-Tag oder HTTP-Header auf noindex oder nosnippet steht. Das Diagramm zeigt die Anteile:
Anteil der Websites bzw. Seiten mit noindex. Dunkelgrün: Betriebs-Websites mit noindex auf Leistungs- oder Unterseiten, hellgrün: einzelne Seiten.
35 von 273 Betriebs-Seiten standen auf noindex, bei 4 von 29 Websites betraf es Leistungs- und Unterseiten: Bei diesen vier Sanitär- und Heizungsbetrieben waren es 7 bis 8 von 12 bis 13 geprüften Seiten, darunter „Leistungen“, „Bad“ und „Heizung“. Es sind dieselben Betriebe, deren Texte wir im Ratgeber zu Textbausteinen in KI-Antworten als Textpaket beschrieben haben. Die übrigen fünf noindex-Seiten waren drei Formularseiten, eine Projektseite und eine Anfahrtsseite. Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Heizungsbauer lässt seine Website neu bauen, der Dienstleister setzt für die Testphase noindex auf alle Leistungsseiten und entfernt es beim Livegang nicht. Die Seiten sehen für Kunden normal aus, sind für Google und damit für AI Overviews und die Grundierung von Gemini aber nicht verfügbar. Unter den 59 Ratgeberseiten fand sich keine mit noindex, und keine einzige Seite der 332 trug nosnippet. Drei Einschränkungen gehören dazu: Es sind Stichproben, noindex kann gewollt sein, und wir haben nicht geprüft, ob die Seiten sonst im Index stehen.
Eigene Auswertung: Wer Google-Extended sperrt
Dazu haben wir die robots.txt von 54 Websites nach Googles Prinzip ausgewertet, bei dem die genauere Regel gewinnt:
Anteil der 54 robots.txt-Dateien mit der jeweiligen Regel für die Startseite.
Keine robots.txt sperrte Googlebot, eine sperrte Google-Extended, und diese Website sperrte auch GPTBot. Drei Websites nennen Google-Extended und erlauben es ausdrücklich, keine davon ist ein Handwerksbetrieb. Die Betriebe haben sich mit der Frage offenbar nicht beschäftigt, was hier nicht schadet, denn niemand schließt Gemini versehentlich aus. Das Risiko liegt woanders: im noindex einer Seite oder einer gesperrten Googlebot-Regel nach einem Relaunch, wie der Ratgeber zur Indexierung beschreibt.
Was jetzt schon zählt
Die folgende Tabelle ordnet die Punkte nach der Reihenfolge, in der Sie sie prüfen sollten:
| Schritt | Warum | So prüfen Sie es |
|---|---|---|
| Seite ist indexiert | Voraussetzung für AI Overviews und AI Mode | Suchen Sie nach site:ihre-domain.de/seite oder nutzen Sie die Search Console |
| Kein noindex, kein nosnippet | Sonst ist die Seite nicht oder nur ohne Textauszug zeigbar | Quelltext nach „noindex“ und „nosnippet“ durchsuchen |
| Googlebot nicht gesperrt | Steuert den Zugriff für die Suche | ihre-domain.de/robots.txt öffnen |
| Konkrete Preise und Fakten | Gibt dem System etwas zum Übernehmen | Leistungsseite auf Zahlen und Einheiten prüfen |
| Profil und Seite stimmen überein | Google nennt aktuelle Profildaten als Empfehlung | Öffnungszeiten, Telefon und Leistungen vergleichen |
Die Einstellung „Suchmaschinen vom Indexieren abhalten“ in WordPress setzt noindex für die ganze Seite, wie der Ratgeber zu den WordPress-SEO-Einstellungen beschreibt. Welche Inhalte danach zitierfähig sind, zeigt der Ratgeber zur Zitierfähigkeit in KI-Antworten. Ob Gemini eine Seite nennt, lässt sich nicht gezielt messen: Google zählt Zugriffe aus AI Overviews und AI Mode laut Leitfaden im normalen Web-Bericht der Search Console mit, für Gemini Apps nennt Google dort keinen eigenen Bericht.
Interaktiv: Was prüfen Sie zuerst?
Wählen Sie Ihre Situation:
Fazit: Erst indexiert sein, dann konkret schreiben
Für Gemini und die Google-KI-Suche gilt dieselbe Reihenfolge: Die Seite muss im Suchindex stehen und zeigbar sein, danach entscheidet der Inhalt. Nach unserer Stichprobe liegt der häufigste vermeidbare Fehler im noindex einzelner Seiten, nicht in KI-Sperren. Wer das prüft, Googlebot erlaubt lässt und konkrete Preise nennt, erfüllt die belegbaren Voraussetzungen, mehr verspricht Google nicht.