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Sichtbarkeit in Gemini und der Google-KI-Suche: Was jetzt schon zählt

Oktober 9, 2026 5 Min. Lesezeit

Für die Sichtbarkeit in Gemini und der Google-KI-Suche zählt zuerst, dass Ihre Seite im Google-Suchindex steht, mit Textauszug zeigbar ist und Googlebot nicht gesperrt wird. Nach Googles Leitfaden gibt es für AI Overviews und AI Mode keine zusätzlichen Anforderungen und keine Sonderoptimierung. Unsere Prüfung zeigt, wo es hakt: Bei 4 von 29 Betriebs-Websites standen 30 Leistungs- und Unterseiten auf noindex, bei den 59 Ratgeberseiten keine, und nur 1 von 54 robots.txt-Dateien sperrte Google-Extended.

Welche Systeme gemeint sind

Die Google-KI-Suche und Gemini sind nicht dasselbe. Laut Googles Leitfaden zu KI-Funktionen sind AI Overviews und AI Mode Teil der Suche, und für sie gelten die Steuerungen der Suche. Für Gemini Apps beschreibt die Übersicht der Google-Crawler die Grundierung mit Inhalten aus dem Google-Suchindex, das Token Google-Extended steuert Training und Grundierung. Die Tabelle stellt beides gegenüber:

System Wie Inhalte genutzt werden Was es steuert
AI Overviews und AI Mode Teil der Google-Suche, zeigt Links zu Seiten aus dem Suchindex Googlebot in der robots.txt, noindex, nosnippet, data-nosnippet, max-snippet
Gemini Apps Grundierung mit Inhalten aus dem Google-Suchindex und Training künftiger Modelle Google-Extended in der robots.txt, laut Google ohne Einfluss auf die Google-Suche

Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Betrieb sperrt Google-Extended, weil er nicht für das Training genutzt werden will. Seine Seiten bleiben in der Google-Suche und damit in AI Overviews erreichbar, solange Googlebot erlaubt ist. Sperrt er dagegen Googlebot, verschwindet er aus der Suche, wie der Ratgeber zur robots.txt beschreibt.

Was Google als Grundlage nennt

Für AI Overviews und AI Mode muss eine Seite laut Google indexiert und mit Snippet zeigbar sein, weitere technische Anforderungen gibt es nicht. Als Grundlagen nennt der Leitfaden unter anderem, dass Crawling in der robots.txt und durch Hosting oder CDN erlaubt ist, wichtige Inhalte als Text vorliegen und die Angaben im Business Profile aktuell sind. Neue KI-Dateien oder besonderes Markup sind nicht nötig, wie auch der Ratgeber zur llms.txt zeigt. AI Overviews und AI Mode können bei einer Antwort mehrere verwandte Suchen ausführen, wie unser Ratgeber zu AI Overviews beschreibt.

Eigene Auswertung: Seiten, die sich selbst ausschließen

Wir haben bei 29 Betriebs-Websites (273 Seiten) und 59 Ratgeberseiten zu Handwerkskosten geprüft, ob die Seite per Meta-Tag oder HTTP-Header auf noindex oder nosnippet steht. Das Diagramm zeigt die Anteile:

Websites, noindex auf Inhaltsseiten14 % (4 von 29)Seiten der Betriebe mit noindex13 % (35 von 273)In AI Overviews verlinkte Seiten0 % (0 von 37)Nicht verlinkte Top-10-Seiten0 % (0 von 22)

Anteil der Websites bzw. Seiten mit noindex. Dunkelgrün: Betriebs-Websites mit noindex auf Leistungs- oder Unterseiten, hellgrün: einzelne Seiten.

35 von 273 Betriebs-Seiten standen auf noindex, bei 4 von 29 Websites betraf es Leistungs- und Unterseiten: Bei diesen vier Sanitär- und Heizungsbetrieben waren es 7 bis 8 von 12 bis 13 geprüften Seiten, darunter „Leistungen“, „Bad“ und „Heizung“. Es sind dieselben Betriebe, deren Texte wir im Ratgeber zu Textbausteinen in KI-Antworten als Textpaket beschrieben haben. Die übrigen fünf noindex-Seiten waren drei Formularseiten, eine Projektseite und eine Anfahrtsseite. Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Heizungsbauer lässt seine Website neu bauen, der Dienstleister setzt für die Testphase noindex auf alle Leistungsseiten und entfernt es beim Livegang nicht. Die Seiten sehen für Kunden normal aus, sind für Google und damit für AI Overviews und die Grundierung von Gemini aber nicht verfügbar. Unter den 59 Ratgeberseiten fand sich keine mit noindex, und keine einzige Seite der 332 trug nosnippet. Drei Einschränkungen gehören dazu: Es sind Stichproben, noindex kann gewollt sein, und wir haben nicht geprüft, ob die Seiten sonst im Index stehen.

Eigene Auswertung: Wer Google-Extended sperrt

Dazu haben wir die robots.txt von 54 Websites nach Googles Prinzip ausgewertet, bei dem die genauere Regel gewinnt:

Googlebot gesperrt0 % (0 von 54)Google-Extended gesperrt2 % (1 von 54)Google-Extended ausdrücklich erlaubt6 % (3 von 54)

Anteil der 54 robots.txt-Dateien mit der jeweiligen Regel für die Startseite.

Keine robots.txt sperrte Googlebot, eine sperrte Google-Extended, und diese Website sperrte auch GPTBot. Drei Websites nennen Google-Extended und erlauben es ausdrücklich, keine davon ist ein Handwerksbetrieb. Die Betriebe haben sich mit der Frage offenbar nicht beschäftigt, was hier nicht schadet, denn niemand schließt Gemini versehentlich aus. Das Risiko liegt woanders: im noindex einer Seite oder einer gesperrten Googlebot-Regel nach einem Relaunch, wie der Ratgeber zur Indexierung beschreibt.

Was jetzt schon zählt

Die folgende Tabelle ordnet die Punkte nach der Reihenfolge, in der Sie sie prüfen sollten:

Schritt Warum So prüfen Sie es
Seite ist indexiert Voraussetzung für AI Overviews und AI Mode Suchen Sie nach site:ihre-domain.de/seite oder nutzen Sie die Search Console
Kein noindex, kein nosnippet Sonst ist die Seite nicht oder nur ohne Textauszug zeigbar Quelltext nach „noindex“ und „nosnippet“ durchsuchen
Googlebot nicht gesperrt Steuert den Zugriff für die Suche ihre-domain.de/robots.txt öffnen
Konkrete Preise und Fakten Gibt dem System etwas zum Übernehmen Leistungsseite auf Zahlen und Einheiten prüfen
Profil und Seite stimmen überein Google nennt aktuelle Profildaten als Empfehlung Öffnungszeiten, Telefon und Leistungen vergleichen

Die Einstellung „Suchmaschinen vom Indexieren abhalten“ in WordPress setzt noindex für die ganze Seite, wie der Ratgeber zu den WordPress-SEO-Einstellungen beschreibt. Welche Inhalte danach zitierfähig sind, zeigt der Ratgeber zur Zitierfähigkeit in KI-Antworten. Ob Gemini eine Seite nennt, lässt sich nicht gezielt messen: Google zählt Zugriffe aus AI Overviews und AI Mode laut Leitfaden im normalen Web-Bericht der Search Console mit, für Gemini Apps nennt Google dort keinen eigenen Bericht.

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Fazit: Erst indexiert sein, dann konkret schreiben

Für Gemini und die Google-KI-Suche gilt dieselbe Reihenfolge: Die Seite muss im Suchindex stehen und zeigbar sein, danach entscheidet der Inhalt. Nach unserer Stichprobe liegt der häufigste vermeidbare Fehler im noindex einzelner Seiten, nicht in KI-Sperren. Wer das prüft, Googlebot erlaubt lässt und konkrete Preise nennt, erfüllt die belegbaren Voraussetzungen, mehr verspricht Google nicht.

Häufige Fragen

Was zählt für die Sichtbarkeit in Gemini und der Google-KI-Suche?

Für AI Overviews und AI Mode laut Google: Die Seite ist indexiert und mit Snippet zeigbar, Googlebot ist nicht gesperrt. Besondere Optimierung oder KI-Dateien sind nicht nötig. Danach zählt der Inhalt, etwa konkrete Preise und Fakten.

Kann ich Gemini sperren, ohne bei Google zu verschwinden?

Ja. Google-Extended steuert laut Google, ob Inhalte für das Training künftiger Gemini-Modelle und für die Grundierung in Gemini Apps genutzt werden, und wirkt sich nicht auf die Aufnahme in die Google-Suche aus. Für AI Overviews und AI Mode gilt Googlebot.

Warum erscheint meine Seite in keiner Google-KI-Antwort?

Prüfen Sie zuerst, ob sie indexiert ist und kein noindex trägt. In unserer Stichprobe hatten 4 von 29 Betriebs-Websites 30 Leistungs- und Unterseiten auf noindex, bei den 59 Ratgeberseiten keine.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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