Ratgeber

Wird meine Website von ChatGPT überhaupt gecrawlt?

Oktober 9, 2026 5 Min. Lesezeit

Ja, wenn Ihre Website öffentlich erreichbar ist, nicht in der robots.txt gesperrt wird und Firewall oder Hoster die Bots nicht abweisen, kann der ChatGPT-Crawler Ihre Website erreichen. OpenAI nutzt dafür drei Kennungen: OAI-SearchBot für die Suche, GPTBot für das Training und ChatGPT-User für Abrufe auf Nutzeranfrage. Ob ein Besuch tatsächlich stattfindet, zeigt nur das Server-Log. In unserer Stichprobe von 56 Websites lieferten 55 auf die Kennung von OAI-SearchBot die Startseite aus, bei GPTBot waren es 50, denn 6 Server antworteten mit einem 403-Fehler.

Welche drei Bots ChatGPT einsetzt

Laut der Übersicht der OpenAI-Crawler sind die Einstellungen für OAI-SearchBot und GPTBot unabhängig voneinander: Eine Website kann in der Suche erscheinen und trotzdem das Training ablehnen. Zusätzlich gibt es den OAI-AdsBot, der nur Seiten besucht, die als Anzeige eingereicht wurden. Die Tabelle fasst die drei wichtigen Kennungen zusammen:

Kennung Wofür sie dient Wirkt die robots.txt?
OAI-SearchBot Zeigt Websites in der Suche von ChatGPT an Ja, Änderungen brauchen laut OpenAI rund 24 Stunden
GPTBot Sammelt Inhalte, die zum Training von Modellen genutzt werden können Ja, eine Sperre bedeutet: nicht für das Training verwenden
ChatGPT-User Ruft Seiten ab, wenn Nutzer in ChatGPT oder einem Custom GPT danach fragen Nicht unbedingt, weil der Abruf von einer Person ausgelöst wird

Für jede Kennung veröffentlicht OpenAI Listen mit IP-Bereichen. In den veröffentlichten Listen stehen 39 Bereiche für OAI-SearchBot, 18 für GPTBot und 234 für ChatGPT-User. Das ist wichtig, weil sich die Kennung leicht fälschen lässt und Firewalls deshalb oft die Herkunft prüfen. Wie ChatGPT aus den Funden dann Quellen für lokale Empfehlungen auswählt, beschreibt unser Ratgeber zur Quellenauswahl von ChatGPT.

So prüfen Sie, ob ChatGPT Ihre Seite abruft

Den sichersten Beleg liefert das Server-Log Ihres Hosters. Es zeigt jede Anfrage mit Kennung und IP-Adresse. Suchen Sie nach den drei Namen und vergleichen Sie die Adresse mit den veröffentlichten Listen, denn nur dann ist der Besuch echt. Beim Abruf der robots.txt hängt OpenAI laut Dokumentation außerdem den Zusatz robots.txt an die Kennung, daran erkennen Sie diese Zugriffe im Log. Ein Beispiel für Befehl und Zeile aus einem fiktiven Log:

grep -E "OAI-SearchBot|GPTBot|ChatGPT-User" access.log
203.0.113.7 - - [Tag/Monat/Jahr:10:15:32 +0200] "GET /leistungen/notdienst/ HTTP/1.1" 200 18432 "-" "Mozilla/5.0 AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko); compatible; ChatGPT-User/1.0; +https://openai.com/bot"

Findet sich dort nichts, kann das an einer Sperre liegen, aber auch daran, dass noch niemand eine passende Frage gestellt hat oder dass der Hoster keine Logs liefert. Nach einer Änderung der robots.txt brauchen die Systeme laut OpenAI rund 24 Stunden. Was die Datei sperren kann und was nicht, erklärt unser Ratgeber zur robots.txt. Für Perplexity gilt dieselbe Logik mit eigenen Kennungen, wie der Ratgeber Perplexity als Suchmaschine zeigt.

Eigene Auswertung: Wer weist OpenAI-Kennungen ab?

Wir haben bei 56 Websites aus unseren früheren Stichproben die Startseite viermal abgerufen: mit einer normalen Browserkennung und mit den Kennungen von OAI-SearchBot, GPTBot und ChatGPT-User. Alle 56 lieferten dem Browser die Seite aus. Das Diagramm zeigt, wie viele Server auf die Bot-Kennung mit einem Fehlercode antworteten:

OAI-SearchBot (Suche)2 % (1 von 56)ChatGPT-User (Nutzeranfrage)4 % (2 von 56)GPTBot (Training)11 % (6 von 56)

Anteil der 56 Websites mit Fehlercode statt Startseite, je Kennung. Browserkennung: bei allen 56 erfolgreich.

Am häufigsten traf es GPTBot: 6 von 56 Servern lieferten einen 403-Fehler, fünf davon bei Betriebs-Websites. Nur eine dieser Websites nannte GPTBot in der robots.txt, bei den anderen fünf steht dazu nichts in der robots.txt, die Sperre liegt auf dem Server. Das trifft laut OpenAI zunächst das Training, nicht die Suche. Eine Betriebs-Website wies alle drei Kennungen ab, bei ChatGPT-User kam zusätzlich bei einem Verzeichnis der Fehler 405. Von den 56 Websites lagen 6 hinter Cloudflare, zwei davon wiesen GPTBot ab. Wir haben die Abweichungen wiederholt abgerufen, sie blieben gleich. Drei Einschränkungen gehören dazu: Der Test prüft nur die Kennung und nicht die echten IP-Adressen von OpenAI, die Stichprobe ist klein, und die Startseite sagt nichts über alle Unterseiten.

Wo es hakt: Firewall, CDN und Plugins

In unserer Stichprobe lag die Sperre meist nicht in der robots.txt, sondern in einer Schutzschicht davor. Cloudflare etwa trennt laut seiner Dokumentation zu KI-Bots in Search, Agent und Training und lässt jede Gruppe getrennt blocken oder erlauben. Für neue Domains sehen die Standardwerte vor, Training- und Agent-Bots auf Seiten mit Werbung zu blockieren, Search bleibt erlaubt. Wer Werbung ausspielt oder Bots global blockt, sollte nachsehen, ob Search frei ist. Die Tabelle ordnet typische Ursachen ein:

Ursache So zeigt es sich Was Sie tun
robots.txt sperrt OAI-SearchBot oder alle Bots Disallow: / bei User-agent: * oder beim Bot-Namen Regel entfernen oder für OAI-SearchBot erlauben
CDN oder Firewall blockt KI-Bots Browser sieht die Seite, im Log erscheinen 403-Fehler Bot-Einstellungen prüfen, Search nicht blockieren
Server blockt unbekannte Kennungen Fehlercode nur bei Bot-Kennung, nicht im Browser Sperrliste des Hosters oder Plugins anpassen
Seite nur per Skript sichtbar Rohtext der Seite ist fast leer Inhalte im HTML-Text ausliefern

Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Heizungsbauer aktiviert in seinem Sicherheits-Plugin den Schutz vor „unbekannten Bots“. Die Website sieht für Kunden unverändert aus, im Log stehen aber 403-Fehler für alle Bot-Kennungen. Technische Grundlagen wie diese behandelt unsere Leistung Technische SEO und Ladezeit. Eine Zusatzdatei ersetzt die Erreichbarkeit nicht, wie unser Ratgeber zur llms.txt zeigt.

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Fazit: Erreichbar sein ist die Voraussetzung, nicht die Garantie

ChatGPT kann Ihre Website nur abrufen, wenn robots.txt, Firewall und Server den Zugriff zulassen, und in unserer Stichprobe taten das die meisten Server für OAI-SearchBot. Fünf von sechs GPTBot-Sperren standen dagegen nicht in der robots.txt, sondern im Server. Prüfen Sie deshalb die robots.txt, die Bot-Einstellungen Ihrer Schutzschicht und das Server-Log. Dass ein Bot Ihre Seite abrufen darf, heißt aber nicht, dass ChatGPT sie nennt, denn wie bei der Zitierfähigkeit in KI-Antworten entscheidet der Inhalt mit.

Häufige Fragen

Wird meine Website von ChatGPT gecrawlt?

Ja, wenn sie öffentlich erreichbar ist, nicht in der robots.txt gesperrt wird und Firewall oder Hoster die Bots nicht abweisen. OpenAI nutzt drei Kennungen: OAI-SearchBot für die Suche, GPTBot für das Training und ChatGPT-User für Abrufe auf Nutzeranfrage. Ob ein Besuch stattfindet, zeigt nur das Server-Log.

Wie sehe ich, ob ChatGPT meine Website besucht?

Suchen Sie im Server-Log nach den Kennungen OAI-SearchBot, GPTBot und ChatGPT-User und gleichen Sie die IP-Adresse mit den Listen ab, die OpenAI veröffentlicht. Ohne Zugriff auf die Logs lässt sich ein Besuch nicht belegen.

Schadet es, GPTBot zu sperren?

Nach der Dokumentation von OpenAI nicht für die Suche: Jede Einstellung gilt unabhängig, eine Sperre von GPTBot betrifft nur die Nutzung für das Training. Wer OAI-SearchBot sperrt, erscheint dagegen nicht in den Suchantworten von ChatGPT, höchstens als Link.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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