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Wie ChatGPT Quellen für lokale Empfehlungen auswählt

Oktober 5, 2026 5 Min. Lesezeit

Wie ChatGPT Quellen für lokale Empfehlungen auswählt, legt OpenAI nicht offen. Belegt ist nur der Rahmen: ChatGPT schreibt Fragen in gezielte Suchanfragen um, fragt teils Suchpartner ab, nutzt einen ungefähren Standort aus der IP-Adresse und zeigt Quellen von Seiten, die den Suchcrawler OAI-SearchBot nicht ausschließen. Für Betriebe heißt das praktisch: nicht aussperren, Leistung und Ort klar nennen und keine festen Plätze erwarten. In unserer Stichprobe von 57 Websites sperrte keine von 55 mit robots.txt den OAI-SearchBot.

Was OpenAI über die Quellenauswahl sagt

Laut OpenAIs Hilfeartikel zur Websuche in ChatGPT schreibt das System die Frage typischerweise in eine oder mehrere gezielte Suchanfragen um und schickt sie an Suchpartner. Es nutzt einen ungefähren Standort aus der IP-Adresse, um lokale Ergebnisse zu verbessern, und gibt dafür nicht die IP-Adresse selbst weiter. OpenAI warnt außerdem, dass Quellen unvollständig, veraltet oder falsch sein können. Die Tabelle fasst die Schritte zusammen:

Schritt bei der Suche Was OpenAI dazu sagt Folge für Betriebe
Frage umschreiben ChatGPT schreibt die Frage in eine oder mehrere gezielte Suchanfragen um Seiten sollten die Begriffe der umgeschriebenen Anfrage enthalten, etwa Leistung und Ort
Suchpartner abfragen Die Anfragen gehen teils an Suchpartner, genannt werden Microsoft und Shopify Auffindbarkeit bei Partnern kann eine Rolle spielen, Ranking-Kriterien nennt OpenAI nicht
Standort einbeziehen Ein ungefährer Standort aus der IP-Adresse fließt in die Anfrage ein Eine Frage ohne Ortsangabe kann mit dem Ort ergänzt werden
Quellen anzeigen Antworten können Quellen zitieren, aber unvollständig oder veraltet sein Zitate sind keine Garantie für Richtigkeit, eigene Angaben aktuell halten

Ein Beispiel zur Einordnung: Fragt jemand in Köln nach einem guten Dachdecker, kann ChatGPT daraus eine Suchanfrage wie „Dachdecker Köln“ machen. OpenAI nennt dieses Verfahren am Beispiel von Restaurants in einer Stadt, die Übertragung auf Handwerksbetriebe ist unsere Einordnung. Eine Seite, die Leistung und Ort schon in der Überschrift nennt, wie es der Ratgeber zur lokalen Landingpage beschreibt, passt dazu besser als eine allgemeine Leistungsseite.

Die Crawler: OAI-SearchBot, GPTBot und ChatGPT-User

OpenAI unterscheidet laut der Übersicht der OpenAI-Crawler drei Kennungen, die sich unabhängig voneinander in der robots.txt steuern lassen. Wer OAI-SearchBot ausschließt, erscheint nach Angaben von OpenAI nicht in den Suchantworten, höchstens als Navigationslink. Änderungen an der robots.txt brauchen etwa 24 Stunden, und OpenAI empfiehlt, auch die veröffentlichten IP-Bereiche zuzulassen:

Kennung Zweck laut OpenAI Empfehlung für die robots.txt
OAI-SearchBot Zeigt Websites in den Suchfunktionen von ChatGPT Erlauben, sonst erscheint die Seite nicht in Suchantworten
GPTBot Sammelt Inhalte, die zum Training dienen können Getrennt entscheiden, betrifft nicht die Suchanzeige
ChatGPT-User Besucht Seiten auf Anfrage eines Nutzers Regeln greifen unter Umständen nicht, zählt nicht für die Suche

Wie die robots.txt aufgebaut ist, erklärt unser Ratgeber zur robots.txt.

Eigene Auswertung: Wer sperrt OpenAI-Bots aus?

Wir haben bei 57 Websites aus unseren früheren Stichproben die robots.txt geprüft: 20 Ratgeber-Websites zu Handwerkskosten, 30 Betriebs-Websites und 7 Verzeichnis-Domains. 55 hatten eine robots.txt. Zusätzlich haben wir die Startseite einmal mit einer normalen Browserkennung und einmal mit der Kennung von OAI-SearchBot abgerufen. Das Diagramm zeigt die Ergebnisse:

Nennt OpenAI-Bots in der robots.txtRatgeber25 % (5 von 20)Betriebe0 % (0 von 28)Verzeichnisse0 % (0 von 7)Sperrt GPTBot (Training)Ratgeber5 % (1 von 20)Betriebe0 % (0 von 28)Verzeichnisse0 % (0 von 7)403 bei OAI-SearchBot-KennungRatgeber0 % (0 von 20)Betriebe3 % (1 von 30)Verzeichnisse0 % (0 von 7)

Anteil der Domains je Gruppe. Basis: Ratgeber 20, Betriebe 28 mit robots.txt (30 beim Abruftest), Verzeichnisse 7.

Keine der 55 robots.txt sperrte OAI-SearchBot. Eine Ratgeber-Website sperrte GPTBot, also nur das Training. Auffällig ist der Unterschied bei der Pflege: Von den 20 Ratgeber-Websites nannten 5 OpenAI-Bots ausdrücklich in der robots.txt, bei den 28 Betriebs-Websites und den 7 Verzeichnissen keine. Betriebe haben sich mit dem Thema offenbar noch nicht beschäftigt, auch nicht im Sinne eines Ausschlusses. Bei einer Betriebs-Website antwortete der Server auf die Kennung von OAI-SearchBot mit einem 403-Fehler, obwohl er die normale Browserkennung bediente. Das war ein reiner Test mit der Kennung, nicht mit den echten IP-Adressen von OpenAI. Drei Einschränkungen gehören dazu: Die Stichprobe ist klein, die robots.txt sagt nichts über die tatsächliche Auswahl, und Firewalls prüfen oft die IP-Adresse statt der Kennung.

Was bei lokalen Empfehlungen offen bleibt

Nicht belegt ist, nach welchen Kriterien ChatGPT unter mehreren Betrieben auswählt. OpenAI nennt weder eine Rolle von Bewertungen noch von Google-Profilen oder Verzeichnissen. Plausibel, aber nicht belegt, ist ein Zusammenhang mit der Auffindbarkeit bei den genannten Suchpartnern. Sicher ist nur, was die Dokumentation sagt: Crawler zulassen, Ortsbezug ermöglichen und Angaben aktuell halten. Wie sich Ranking und KI-Zitate sonst unterscheiden, zeigt unser Vergleich SEO vs. GEO, und die Grundlagen fasst der Ratgeber Was ist GEO? zusammen.

  • Crawler zulassen: Prüfen Sie robots.txt und Firewall, damit OAI-SearchBot die Seite erreichen darf, wie der Ratgeber Wird meine Website von ChatGPT gecrawlt? Schritt für Schritt zeigt.
  • Ort und Leistung nennen: Beides gehört in Überschrift und ersten Absatz, damit die Seite zu einer Anfrage mit Ortsbezug passt.
  • Betriebsdaten angleichen: Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall gleich stehen, wie es der Ratgeber zur NAP-Konsistenz beschreibt.
  • Konkret schreiben: Preisrahmen, Dauer und Leistungen als überprüfbare Aussagen machen die Seite zitierfähig, wie unser Ratgeber zu Local SEO für die Grundlagen zeigt.

Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Elektrobetrieb stellt fest, dass sein Hoster alle unbekannten Bots mit einem 403 beantwortet. Die robots.txt ist offen, trotzdem erreicht kein Suchcrawler die Seite. Erst die Freigabe der veröffentlichten IP-Bereiche und ein Test mit dem Hoster lösen das Problem.

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Fazit: Erreichbar sein, konkret sein, nichts versprechen

Wie ChatGPT lokale Empfehlungen zusammenstellt, ist nicht öffentlich dokumentiert, und wer Garantien verspricht, kennt mehr als OpenAI selbst. Belegt sind Umschreiben der Frage, Suchpartner, ungefährer Standort und der Crawler OAI-SearchBot. Wer diesen nicht aussperrt, Ort und Leistung klar nennt und seine Betriebsdaten pflegt, erfüllt die belegbaren Voraussetzungen, mehr lässt sich seriös nicht versprechen. Wie die Lage bei einer weiteren KI-Suche aussieht, beschreibt unser Ratgeber zu Perplexity als Suchmaschine.

Häufige Fragen

Wie wählt ChatGPT Quellen für lokale Empfehlungen aus?

Das legt OpenAI nicht offen. Belegt ist: ChatGPT schreibt die Frage in gezielte Suchanfragen um, schickt sie an Suchpartner und nutzt einen ungefähren Standort aus der IP-Adresse. Quellen für die Suchfunktion kommen von Seiten, die OAI-SearchBot nicht per robots.txt ausschließen.

Muss ich ChatGPT in der robots.txt erlauben?

Wer in ChatGPT-Suchantworten erscheinen will, sollte OAI-SearchBot erlauben. Laut OpenAI erscheinen Seiten, die ihn ausschließen, nicht in den Antworten, sondern höchstens als Navigationslinks. GPTBot betrifft dagegen nur das Training und lässt sich getrennt steuern.

Sperren lokale Betriebe KI-Crawler häufig aus?

In unserer Stichprobe nicht. Von 55 Websites mit robots.txt sperrte keine OAI-SearchBot, und nur 1 sperrte GPTBot. Bei den Betriebs-Websites nannte keine einzige OpenAI-Bots, bei den Ratgeberseiten waren es 5 von 20.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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