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Fragen als Keywords nutzen: Warum W-Fragen für FAQ-Content wichtig sind

Oktober 21, 2026 4 Min. Lesezeit

W-Fragen Keywords sind Suchanfragen, die mit Was, Wie, Wer oder Welche beginnen, und für lokale Betriebe lohnen sie sich vor allem bei Leistungen statt bei Berufsnamen: Bei „Badsanierung“ sind alle 40 größten Fragebegriffe Kundenfragen, bei „Dachdecker“ nur 6 von 40. Die größte Kundenfrage ist „was kostet eine badsanierung“ mit 900 Suchen im Monat.

Warum W-Fragen als Keywords funktionieren

Kunden stellen vor einem Auftrag Fragen, und Google zeigt zu Fragen oft eigene Felder. Bei 111 der 160 Fragebegriffe, die wir geprüft haben, liegen SERP-Daten vor, und bei allen 111 zeigt Ahrefs das Feld „Ähnliche Fragen“, bei 80 davon (72 %) zusätzlich eine KI-Übersicht. Ahrefs beschreibt die Ähnliche-Fragen-Boxen als Antworten, die meist aus einem Ausschnitt einer Webseite stammen, und rät zu einer kurzen Antwort von zwei bis drei Sätzen und zu Überschriften in Frageform. Ob ein Ausschnitt Besucher bringt, zeigt unsere Auswertung nicht.

Eigene Auswertung: Welche Fragen zu Gewerken gestellt werden

Wir haben bei Ahrefs für vier Begriffe je die 40 größten Fragebegriffe in Deutschland abgerufen, zwei Gewerke (Dachdecker, Elektriker) und zwei Leistungen (Badsanierung, Wärmepumpe). Jeden Begriff haben wir eingeordnet als Kundenfrage, als Frage zu Beruf und Verdienst oder als sonstige beziehungsweise unklare Frage:

Begriff Fragebegriffe geprüft Davon Kundenfragen Davon Beruf und Verdienst Suchen der 40 zusammen
Badsanierung 40 40 0 2.830
Wärmepumpe 40 40 0 69.200
Elektriker 40 12 20 4.370
Dachdecker 40 6 21 2.860

Das Diagramm zeigt den Anteil der Kundenfragen:

Badsanierung100 % (40 von 40)Wärmepumpe100 % (40 von 40)Elektriker30 % (12 von 40)Dachdecker15 % (6 von 40)

Anteil der Kundenfragen unter den 40 größten Fragebegriffen je Suchbegriff.

Beim Berufsnamen sind Fragen oft keine Kundenfragen: „was verdient ein elektriker“ hat 600 Suchen, „was kostet ein elektriker pro stunde“ 500, bei Dachdeckern stehen 400 Suchen zu „was verdient ein dachdecker“ nur 100 zu „was kostet ein dachdecker pro stunde“ gegenüber. Alle Kundenfragen zusammen kommen beim Elektriker auf 1.290 von 4.370 Suchen (30 %), beim Dachdecker auf 310 von 2.860 (11 %). Bei den Leistungen sind es dagegen fast ausschließlich Kosten, Dauer und Auswahl. Leiten Sie Ihre Fragen deshalb aus der Leistung ab, nicht aus dem Berufsnamen. Zur Form: Von den 80 Fragebegriffen zu Dachdecker und Elektriker beginnen 40 mit „was“, 25 mit „wie“ oder „wieviel“ und 7 mit „welche“, drei Fragewörter decken also 72 von 80 ab. Die Einschränkungen: Wir haben jeweils die 40 größten Begriffe betrachtet, die Einordnung ist unsere und bei 21 Begriffen des Gewerk-Teils (Redensarten, Software, unklare Fälle) Ermessenssache, die Zahlen sind bundesweite Schätzungen von Ahrefs, und bei „Wärmepumpe“ tragen wenige Begriffe fast die ganze Summe.

Welche Fragetypen es gibt und wohin sie gehören

Aus den Daten lassen sich sechs Fragetypen ableiten. Die Zuordnung zur Stelle auf der Website ist unser Vorschlag:

Fragetyp Beispiel aus der Auswertung Suchen im Monat Wohin damit
Kosten was kostet eine badsanierung 900 Leistungsseite mit Preisspanne
Dauer wie lange dauert eine badsanierung 200 Abschnitt „Ablauf und Dauer“ der Leistungsseite
Auswahl welche wärmepumpe ist die beste 2.200 Ratgeber mit Entscheidungskriterien
Wirtschaftlichkeit lohnt sich eine wärmepumpe 700 Ratgeber mit Rechenbeispiel
Zuständigkeit wer baut dachfenster ein dachdecker oder fensterbauer 80 FAQ-Eintrag auf der Leistungsseite
Funktion wie funktioniert eine wärmepumpe 16.000 Ratgeber mit Erklärung in drei Sätzen

Kostenfragen gehören auf die Leistungsseite, wie der Ratgeber Preise auf der Website nennen zeigt, und Fragen, die mehrere Leistungen betreffen, in einen Ratgeber. Wie Sie Kundenfragen in Inhalte übersetzen, beschreibt der Ratgeber Kundenfragen als Content nutzen, und ob eine Frage auf die Leistungsseite oder in einen Beitrag gehört, klärt der Ratgeber Blog oder Leistungsseite.

So bauen Sie FAQ-Content aus W-Fragen

Ein Beispiel aus den Daten: Eine Leistungsseite zur Badsanierung kann fünf Fragen direkt beantworten, nämlich „was kostet eine badsanierung“ (900 Suchen), „wie lange dauert eine badsanierung“ (200), „badsanierung fliesen entfernen oder nicht“ (70), „wohin während badsanierung“ (60) und „was kostet eine badsanierung pro qm“ (50). Zusammen sind das 1.280 Suchen im Monat auf einer Seite, die ohnehin existiert.

  1. Sammeln Sie die Fragen aus Kundengesprächen und aus der Search Console, wie der Ratgeber Wonach Kunden wirklich suchen beschreibt. Was Kunden am Telefon fragen, ist die beste Quelle.
  2. Schreiben Sie die Frage wörtlich als Überschrift und die Antwort in den ersten Satz. Vorher: „Die Kosten sind individuell.“ Nachher: „Ein Bad mit 6 m² kostet bei uns zwischen X und Y Euro, teurer wird es bei hochwertigen Fliesen oder einer ebenerdigen Dusche.“ Das ist eine Beispielformulierung, X und Y setzen Sie selbst ein. Ebenso bei der Dauer: „Eine Badsanierung dauert bei uns X bis Y Wochen, länger dauert es, wenn Leitungen erneuert werden.“ Gehört zur Antwort eine Aufzählung, etwa die Schritte einer Sanierung, schreiben Sie sie als Liste, wie es Ahrefs empfiehlt.
  3. Hängen Sie unten drei bis fünf Fragen als FAQ-Block an, die sich nicht in die Seite einfügen. Auf eine Sonderdarstellung in Google dürfen Sie dabei nicht hoffen, denn Google hat die FAQ-Rich-Results für die meisten Websites eingeschränkt.
  4. Lassen Sie Berufs- und Verdienstfragen weg. Sie bringen Besucher, die keinen Auftrag vergeben.

Selbstcheck: Welche Frage ist das?

Tippen Sie eine Frage ein, um Fragetyp und passende Stelle zu sehen:

Welche Art von Frage ist das?
Tippen Sie eine Frage Ihrer Kunden ein:

Fazit: Fragen aus der Leistung ableiten

W-Fragen sind dann gute Keywords, wenn ein Kunde sie vor einem Auftrag stellt, und das trifft bei Leistungen fast immer zu, bei Berufsnamen oft nicht. Schreiben Sie diese Woche für eine Leistung die fünf häufigsten Kundenfragen auf und beantworten Sie jede im ersten Satz mit einer Zahl. Ob die Antworten mehr Anfragen bringen, zeigt unsere Auswertung nicht, dafür braucht es Ihre eigenen Zahlen. Wer das Schreiben abgeben will, findet Unterstützung bei Content-Pflege.

Häufige Fragen

Was sind W-Fragen als Keywords?

Suchanfragen, die mit einem Fragewort wie Was, Wie, Wer oder Welche beginnen, etwa „was kostet eine badsanierung“ (900 Suchen im Monat). Sie lassen sich als Überschrift mit kurzer Antwort auf der Leistungsseite beantworten.

Welche W-Fragen stellen Kunden von Handwerksbetrieben?

Vor allem Fragen zu Kosten, Dauer und Auswahl. Bei der Badsanierung sind „was kostet“ und „wie lange dauert“ die größten Fragen mit 900 und 200 Suchen im Monat.

Bringt FAQ-Markup ein Rich Result in Google?

Für die meisten Websites nicht mehr: Google zeigt die FAQ-Sonderdarstellung nur noch bei bekannten Behörden- und Gesundheitsseiten. Die Fragen und Antworten helfen Besuchern trotzdem.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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