Ratgeber

LocalBusiness-Schema richtig einsetzen: Die wichtigsten Felder

Oktober 4, 2026 6 Min. Lesezeit

Beim LocalBusiness-Schema sind laut Google nur zwei Felder Pflicht: der Name des Betriebs und die Adresse als PostalAddress. Empfohlen sind außerdem Telefonnummer, URL, Koordinaten, Öffnungszeiten und Preisspanne. Wie lückenhaft das in der Praxis ausfällt, zeigt unsere Auswertung von 30 Betriebs-Websites aus lokalen Top-Treffern: Nur 13 hatten überhaupt einen lokalen Geschäftstyp im Markup, davon nannten lediglich 2 die Telefonnummer mit Ländervorwahl und nur 2 Koordinaten mit den geforderten fünf Dezimalstellen.

LocalBusiness-Schema: Pflichtfelder und empfohlene Felder

Laut Googles Dokumentation zu Local-Business-Daten lassen sich damit Angaben wie Öffnungszeiten für die Darstellung in Suche und Maps mitteilen. Pflicht sind nur name und address, wobei Google zur Adresse ausdrücklich rät, möglichst viele Eigenschaften anzugeben. Alles Weitere ist empfohlen, verbessert aber die Qualität der Angaben. Wie solche Auszeichnungen grundsätzlich funktionieren, erklärt unser Ratgeber zu strukturierten Daten.

Feld Status Was Google verlangt Worauf Sie achten
name Pflicht Name des Betriebs Identisch mit Impressum und Google-Profil
address Pflicht PostalAddress mit Straße, PLZ, Ort, Land Als Objekt, nicht als Freitext
telephone Empfohlen Hauptnummer, mit Länder- und Ortsvorwahl +49 statt führender Null
url Empfohlen Vollständige, erreichbare Adresse des Standorts Muss ein funktionierender Link sein
geo Empfohlen Breiten- und Längengrad, mindestens 5 Dezimalstellen Keine gekürzten Werte, kein leerer Block
openingHoursSpecification Empfohlen Wochentage mit Öffnungs- und Schließzeit Strukturiert statt als Freitext
priceRange Empfohlen Preisklasse als kurzer Text Unter 100 Zeichen, sonst zeigt Google nichts

Den richtigen Typ wählen: LocalBusiness oder eine Unterart

LocalBusiness ist der allgemeine Typ, schema.org bietet aber spezifischere an. Unter HomeAndConstructionBusiness führt schema.org acht Untertypen auf: Electrician, GeneralContractor, HVACBusiness, HousePainter, Locksmith, MovingCompany, Plumber und RoofingContractor. Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Elektrobetrieb wählt Electrician, ein Malerbetrieb HousePainter und ein Dachdecker RoofingContractor, weil der genauere Typ das Gewerk eindeutig benennt. Für Gewerke ohne eigenen Untertyp, etwa Tischlereien, passen LocalBusiness oder HomeAndConstructionBusiness. Wichtig ist nur, dass der gewählte Typ zum tatsächlichen Betrieb passt.

Alle wichtigen Felder in einem Beispiel

So sieht ein vollständig gepflegter Block für einen fiktiven Elektrobetrieb aus:

{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "Electrician",
  "name": "Elektro Mustermann",
  "url": "https://www.example.com/",
  "telephone": "+49 241 000000",
  "address": {
    "@type": "PostalAddress",
    "streetAddress": "Beispielstraße 1",
    "postalCode": "52064",
    "addressLocality": "Aachen",
    "addressCountry": "DE"
  },
  "geo": {
    "@type": "GeoCoordinates",
    "latitude": 50.77531,
    "longitude": 6.08392
  },
  "openingHoursSpecification": {
    "@type": "OpeningHoursSpecification",
    "dayOfWeek": ["Monday", "Tuesday", "Wednesday", "Thursday", "Friday"],
    "opens": "08:00",
    "closes": "17:00"
  }
}

Drei Details entscheiden darüber, ob solche Angaben sauber sind. Erstens steht die Telefonnummer mit Ländervorwahl, hier +49, wie Google es verlangt. Zweitens haben die Koordinaten fünf Nachkommastellen, denn gekürzte Werte erfüllen die Vorgabe nicht. Drittens sind die Öffnungszeiten als eigene Spezifikation mit Wochentagen und Uhrzeiten angelegt statt als Freitext wie „Mo-Fr 8-17 Uhr“.

Eigene Auswertung: Welche Felder Betriebe wirklich ausfüllen

Wir haben für sieben lokale Suchanfragen (Elektriker, Dachdecker, Maler, Sanitär, Tischler und Heizungsbauer in verschiedenen Städten) die Start- oder Standortseiten der Betriebs-Websites aus den organischen Top-Treffern ausgelesen. Von 30 abrufbaren Seiten hatten 22 überhaupt JSON-LD und nur 13 einen Typ aus der LocalBusiness-Familie. Bei diesen dreizehn zeigt das Diagramm, welche Felder ausgefüllt sind:

Adresse als PostalAddress92 % (12 von 13)Telefonnummer92 % (12 von 13)Telefon mit Ländervorwahl (+49)15 % (2 von 13)Koordinaten mit Werten38 % (5 von 13)Koordinaten mit 5+ Dezimalstellen15 % (2 von 13)Öffnungszeiten als Spezifikation31 % (4 von 13)Preisspanne (priceRange)8 % (1 von 13)Bewertungen am eigenen Betrieb8 % (1 von 13)

Anteil der 13 Betriebs-Websites mit LocalBusiness-Markup, die das Feld im ausgelieferten HTML ausfüllen. Dunkelgrün: Pflichtfeld laut Google, hellgrün: empfohlen oder zusätzlich. Eine Seite war nicht abrufbar.

Die Pflichtfelder sind fast überall vorhanden: Alle dreizehn nennen einen Namen, zwölf eine vollständige Adresse als PostalAddress. Die empfohlenen Detailfelder sind dagegen selten sauber: Nur 2 von 13 geben die Telefonnummer mit Ländervorwahl an, 5 liefern Koordinaten mit echten Werten und nur 2 davon mit fünf Dezimalstellen, bei einem Betrieb steht ein komplett leerer GeoCoordinates-Block im Code. Öffnungszeiten stehen bei 4 als Spezifikation und bei 2 weiteren nur als Freitext, eine Preisspanne gibt nur 1 Betrieb an. Ein Betrieb zeichnet außerdem Bewertungen für das eigene Unternehmen aus; Google empfiehlt aggregateRating und review jedoch nur für Seiten, die Bewertungen über andere lokale Unternehmen erfassen, wie unser Ratgeber zur Sternebewertung in den Suchergebnissen zeigt. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Die Basis von dreizehn Betrieben ist klein, und per JavaScript nachgeladenes Markup sieht diese Messung nicht.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Die Stichprobe zeigt vier Fehlerbilder, die sich leicht beheben lassen; allgemeinere Fehler bei strukturierten Daten behandelt unser Ratgeber dazu:

  • Telefonnummer ohne Ländervorwahl: Google verlangt Länder- und Ortsvorwahl, trotzdem steht die Nummer meist als „0241 …“, nur 2 von 13 Betrieben schreiben „+49″.
  • Gekürzte oder leere Koordinaten: Werte wie 50.7753 erfüllen die Vorgabe von fünf Dezimalstellen nicht, und ein leerer GeoCoordinates-Block ohne Breite und Länge liefert gar keine Information.
  • Öffnungszeiten als Freitext: Ein Text wie „Mo-Fr 8-17 Uhr“ lässt sich nicht so sicher auswerten wie eine Spezifikation mit Wochentagen und Uhrzeiten.
  • Eigene Bewertungen ausgezeichnet: Das Feld ist für Seiten gedacht, die Bewertungen über andere Unternehmen erfassen, nicht für die Sterne des eigenen Betriebs.

Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Betrieb ändert seine Öffnungszeiten am Freitag im Google-Unternehmensprofil und auf der sichtbaren Kontaktseite, vergisst aber den Block im Quelltext. Google findet dann drei Versionen derselben Angabe, und die Spezifikation im Markup widerspricht dem, was Besucher lesen.

Mehrere Standorte: ein Block pro Seite

Das Feld url steht laut Google für die vollständige Adresse des konkreten Standorts. Betriebe mit mehreren Standorten geben deshalb jedem Standort eine eigene Seite mit eigenem Block, eigener Adresse, Telefonnummer und eigenen Öffnungszeiten, statt alle Filialen in einen einzigen Block zu packen. Wie sich Standortseiten sinnvoll aufbauen lassen, zeigt unser Ratgeber zu Local SEO für Betriebe mit mehreren Standorten.

Wo das Markup hingehört und wie Sie es prüfen

Der Block gehört auf die Seite, die den Betrieb beschreibt, meist die Startseite oder die Kontaktseite. Google verlangt, dass ausgezeichnete Angaben auf der Seite auch sichtbar sind, und sie müssen mit Impressum und Google-Unternehmensprofil übereinstimmen. Warum abweichende Schreibweisen Rankings kosten, zeigt unser Ratgeber zur NAP-Konsistenz, wie Profil und Website zusammenspielen, der Ratgeber zum Verzahnen von Google-Unternehmensprofil und Website. Zum Prüfen genügt der kostenlose Rich Results Test von Google, der erkannte Typen und fehlende Pflichtfelder anzeigt.

Interaktiv: Ihr LocalBusiness-Schema-Check

Haken Sie ab, was in Ihrem Markup bereits stimmt:

Ihr LocalBusiness-Schema-Check
0 von 8 Punkten erfüllt.
Zuerst die beiden Pflichtfelder 1 und 2 ergänzen, ohne sie kommt das Markup laut Google nicht für eine erweiterte Darstellung infrage.

Fazit: Pflicht erfüllen, Details sauber pflegen

Das LocalBusiness-Schema verlangt nur Name und Adresse, belohnt aber saubere Details: einen passenden Untertyp, Telefonnummer mit Ländervorwahl, Koordinaten mit fünf Dezimalstellen und strukturierte Öffnungszeiten. Wer diese Felder pflegt und mit Impressum und Google-Profil abgleicht, liefert Google genau die Betriebsdaten, die in der Stichprobe nur wenige Betriebe sauber angeben.

Häufige Fragen

Welche Felder sind beim LocalBusiness-Schema Pflicht?

Laut Google genau zwei: der Name des Betriebs (name) und die Adresse als PostalAddress (address). Empfohlen sind zusätzlich Telefonnummer, URL, Koordinaten (geo), Öffnungszeiten (openingHoursSpecification) und Preisspanne (priceRange).

Soll ich LocalBusiness oder eine Unterart wie Electrician verwenden?

Eine passende Unterart, wenn es sie gibt. Schema.org kennt unter HomeAndConstructionBusiness unter anderem Electrician, Plumber, HVACBusiness, HousePainter und RoofingContractor. Für Gewerke ohne eigenen Untertyp bleibt LocalBusiness oder HomeAndConstructionBusiness die passende Wahl.

Darf ich meine eigenen Bewertungen im LocalBusiness-Schema auszeichnen?

Google empfiehlt aggregateRating und review nur für Seiten, die Bewertungen über andere lokale Unternehmen erfassen. Für den eigenen Betrieb bringt eigenes Review-Markup in der Regel keine Sterne in der Suche.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

Bereit, gefunden zu werden?

Kostenloses Angebot anfragen — um zu wissen, wo Sie heute stehen.

Kostenloses Angebot anfragen