Beim Rich Results Test zählt zuerst die Meldung oben: „valid items detected“ heißt, dass die Pflichtfelder der gefundenen Typen vorhanden sind und die Seite für Rich Results infrage kommt, „invalid“ heißt, dass ein Pflichtfeld fehlt oder falsch ist. Hinweise zu optionalen Feldern sind nicht kritisch. In unserem Test von acht Seiten gab es keinen einzigen Fehler und bei sieben Seiten Hinweise – doch der Test prüft nur, ob Felder vorhanden sind: Bei fünf von sieben getesteten Betrieben fehlte die Ländervorwahl in der Telefonnummer, ohne dass er etwas meldete. Welche weiteren Mängel er übersieht, beschreibt unser Ratgeber zu den häufigen Fehlern bei strukturierten Daten.
So rufen Sie den Rich Results Test auf
Laut Googles Hilfe zum Rich Results Test lässt sich entweder eine vollständige Adresse oder ein Code-Ausschnitt prüfen. Der Test liest JSON-LD, RDFa und Microdata, nutzt standardmäßig einen Smartphone-Abruf und kann alternativ als Desktop laufen. Alle Ressourcen der Seite müssen ohne Anmeldung erreichbar sein, sonst fehlen sie im Ergebnis. Ein Beispiel zur Einordnung: Wer ein neues Markup noch nicht veröffentlicht hat, fügt den Block im Code-Modus ein und testet ihn, bevor die Seite live geht. Was das Markup grundsätzlich leistet, erklärt unser Ratgeber zu strukturierten Daten.
Den Ergebnisbildschirm lesen: Status, Crawl und erkannte Typen
Das Ergebnis besteht aus drei Blöcken. Oben steht der Status, etwa „4 valid items detected“. Darunter zeigt der Crawl-Bereich, wie Google die Seite abgerufen hat: als Smartphone, ob das Crawlen erlaubt ist (hier prüft der Test, ob eine robots.txt-Regel die Seite sperrt) und ob der Abruf erfolgreich war. Zuletzt listet „Detected structured data“ jeden erkannten Typ mit Anzahl und Hinweisen. Bei unserem eigenen Ratgeber zum LocalBusiness-Schema meldete der Test vier gültige Elemente: Article, Breadcrumbs, Local businesses und Organization. Wie robots.txt das Crawling steuert, zeigt unser Ratgeber zu robots.txt. Die Tabelle fasst die wichtigsten Meldungen zusammen:
| Meldung im Test | Bedeutung | Was Sie tun |
|---|---|---|
| N valid items detected | Pflichtfelder sind vorhanden, das Element kommt für Rich Results infrage | Nichts erzwingen, optionale Felder prüfen |
| Nicht kritische Hinweise (valid with warnings) | Optionale Felder fehlen, etwa priceRange oder image | Abwägen, ob die Angabe sinnvoll ist |
| N invalid items detected | Ein Pflichtfeld fehlt oder hat einen falschen Wert | Beheben und erneut testen |
| No items detected | Kein erkennbares Markup oder ein nicht unterstützter Typ | Code prüfen, Typliste von Google ansehen |
| URL cannot be crawled | Google darf oder kann die Seite nicht abrufen | robots.txt und noindex prüfen |
Hinweise richtig deuten: Pflicht, optional, nicht unterstützt
Klappen Sie einen Eintrag auf, nennt der Test das fehlende Feld und markiert es als „optional“. Ein Beispiel zur Einordnung: Bei unserem eigenen Ratgeber meldete der Test beim Typ Article den Hinweis „Missing field image (optional)“ und beim Betrieb als Local business die fehlenden optionalen Felder telephone und priceRange – beide Typen blieben gültig. Außerdem fehlt in der Liste manches ganz: Googles Hilfe nennt die unterstützten Rich-Result-Typen, darunter Article, Breadcrumb, Local business, Organization, Product snippet und Review snippet, eine FAQ-Auszeichnung steht dort nicht. Unsere Ratgeber tragen FAQ-Markup im Code, der Test zeigt es trotzdem nicht an. Ein fehlender Typ im Ergebnis ist also nicht automatisch ein Fehler. Der Grund bei FAQ: Google hat das FAQ-Rich-Result eingestellt, was das für Betriebe bedeutet, erklärt unser Ratgeber zum FAQ-Schema.
Fehler beheben und Ergebnis teilen
Ist ein Element ungültig, führen drei Schritte zum Ziel, die Googles Hilfe so beschreibt:
- Eintrag aufklappen: Der Test nennt das betroffene Feld und die Art des Problems, etwa ein fehlendes Pflichtfeld.
- Beschreibung anklicken: Das öffnet den Code-Explorer an der passenden Stelle, er zeigt den gerenderten Quelltext und damit das, was Google tatsächlich sieht.
- Korrigieren und neu testen: Im Code-Modus lässt sich der Block anpassen und beliebig oft erneut prüfen, bevor die Änderung live geht.
Ein Beispiel zur Einordnung: Eine Agentur und ein Betrieb sind sich uneins, ob das Markup korrekt ist. Statt Screenshots auszutauschen, teilt die Agentur den Ergebnislink des Tests, den laut Google jeder ohne Berechtigung öffnen kann und der etwa 90 Tage gültig bleibt.
Eigene Auswertung: Was der Test bei Betriebs-Websites meldet
Wir haben sieben Betriebs-Websites mit LocalBusiness-Markup aus den Top-Treffern lokaler Suchen und einen eigenen Ratgeber im Rich Results Test geprüft (Smartphone-Abruf). Das Diagramm zeigt, wie die acht Ergebnisse aussahen:
Anteil der 8 getesteten Seiten mit der jeweiligen Meldung im Rich Results Test. Dunkelgrün: Seiten mit mindestens einem gültigen Element, hellgrün: Hinweise.
Alle acht Seiten hatten gültige Elemente und keine Fehler, sieben meldeten nicht kritische Hinweise, bei sieben fehlte priceRange. Das wirkt wie ein Bestehen, ist aber kein Qualitätsurteil, wie die zweite Tabelle zeigt. Wir haben die gemeldeten Hinweise mit den tatsächlichen Angaben der Betriebe verglichen, die in unserem Ratgeber zum LocalBusiness-Schema ausgewertet sind:
| Prüfpunkt | Ergebnis bei den getesteten Betrieben | Was der Test dazu sagte |
|---|---|---|
| Telefonnummer ohne Ländervorwahl | 5 von 7 Betrieben | Kein Hinweis |
| Koordinaten mit weniger als 5 Dezimalstellen | 3 von 7 | Kein Hinweis |
| Leerer GeoCoordinates-Block | 1 von 7 | Kein Hinweis |
| Bewertungen am eigenen Betrieb ausgezeichnet | 2 von 8 Seiten | Review snippets als gültig gemeldet |
Der Test prüft also, ob Felder vorhanden sind, nicht ob sie Googles Vorgaben aus der Dokumentation erfüllen: Dort sind Telefonnummern mit Ländervorwahl und Koordinaten mit mindestens fünf Dezimalstellen verlangt, der Test blieb bei fehlender Vorwahl und gekürzten Koordinaten stumm. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Es sind nur acht Seiten, und das Ergebnis stammt aus einem einzelnen Testlauf je Seite.
Was ein grünes Ergebnis nicht garantiert
Ein gültiges Element heißt laut Test „eligible“, also berechtigt, nicht dass Google es auch anzeigt. Ein Beispiel dafür sind die zwei Seiten aus der Stichprobe mit gültigen Review snippets: Ob daraus Sterne in der Suche werden, hängt von Googles Richtlinien ab, wie unser Ratgeber zur Sternebewertung in den Suchergebnissen erklärt, die technischen Voraussetzungen des Markups beschreibt unser Ratgeber zum AggregateRating-Schema. Für die laufende Kontrolle über die ganze Website verweist der Test selbst auf die Search Console, die bei Rich-Result-Berichten Veränderungen nach Änderungen sichtbar macht; wie Sie sie auf dem eigenen Konto einrichten, zeigt unser Ratgeber zur Search Console auf dem eigenen Konto.
Interaktiv: Was bedeutet Ihre Meldung?
Wählen Sie die Meldung, die Ihr Test anzeigt:
Fazit: Der Test ist ein Anfang, kein Gütesiegel
Der Rich Results Test zeigt, ob Pflichtfelder fehlen und ob Google eine Seite abrufen darf, übersieht aber auch Mindestanforderungen wie die zwei Einträge beim Breadcrumb, wie der Vergleich der Test-Tools zeigt. Er sagt aber nicht, ob Angaben wie Telefonnummer und Koordinaten Googles Vorgaben entsprechen oder ob Google ein Rich Result wirklich ausspielt. Wer das Ergebnis als Ausgangspunkt nutzt und die Felder selbst gegen die Dokumentation prüft, bekommt aus dem Test das, was er leisten kann.