Ratgeber

Rich-Results-Test von Google: So lesen Sie die Ergebnisse

Oktober 4, 2026 6 Min. Lesezeit

Beim Rich Results Test zählt zuerst die Meldung oben: „valid items detected“ heißt, dass die Pflichtfelder der gefundenen Typen vorhanden sind und die Seite für Rich Results infrage kommt, „invalid“ heißt, dass ein Pflichtfeld fehlt oder falsch ist. Hinweise zu optionalen Feldern sind nicht kritisch. In unserem Test von acht Seiten gab es keinen einzigen Fehler und bei sieben Seiten Hinweise – doch der Test prüft nur, ob Felder vorhanden sind: Bei fünf von sieben getesteten Betrieben fehlte die Ländervorwahl in der Telefonnummer, ohne dass er etwas meldete. Welche weiteren Mängel er übersieht, beschreibt unser Ratgeber zu den häufigen Fehlern bei strukturierten Daten.

So rufen Sie den Rich Results Test auf

Laut Googles Hilfe zum Rich Results Test lässt sich entweder eine vollständige Adresse oder ein Code-Ausschnitt prüfen. Der Test liest JSON-LD, RDFa und Microdata, nutzt standardmäßig einen Smartphone-Abruf und kann alternativ als Desktop laufen. Alle Ressourcen der Seite müssen ohne Anmeldung erreichbar sein, sonst fehlen sie im Ergebnis. Ein Beispiel zur Einordnung: Wer ein neues Markup noch nicht veröffentlicht hat, fügt den Block im Code-Modus ein und testet ihn, bevor die Seite live geht. Was das Markup grundsätzlich leistet, erklärt unser Ratgeber zu strukturierten Daten.

Den Ergebnisbildschirm lesen: Status, Crawl und erkannte Typen

Das Ergebnis besteht aus drei Blöcken. Oben steht der Status, etwa „4 valid items detected“. Darunter zeigt der Crawl-Bereich, wie Google die Seite abgerufen hat: als Smartphone, ob das Crawlen erlaubt ist (hier prüft der Test, ob eine robots.txt-Regel die Seite sperrt) und ob der Abruf erfolgreich war. Zuletzt listet „Detected structured data“ jeden erkannten Typ mit Anzahl und Hinweisen. Bei unserem eigenen Ratgeber zum LocalBusiness-Schema meldete der Test vier gültige Elemente: Article, Breadcrumbs, Local businesses und Organization. Wie robots.txt das Crawling steuert, zeigt unser Ratgeber zu robots.txt. Die Tabelle fasst die wichtigsten Meldungen zusammen:

Meldung im Test Bedeutung Was Sie tun
N valid items detected Pflichtfelder sind vorhanden, das Element kommt für Rich Results infrage Nichts erzwingen, optionale Felder prüfen
Nicht kritische Hinweise (valid with warnings) Optionale Felder fehlen, etwa priceRange oder image Abwägen, ob die Angabe sinnvoll ist
N invalid items detected Ein Pflichtfeld fehlt oder hat einen falschen Wert Beheben und erneut testen
No items detected Kein erkennbares Markup oder ein nicht unterstützter Typ Code prüfen, Typliste von Google ansehen
URL cannot be crawled Google darf oder kann die Seite nicht abrufen robots.txt und noindex prüfen

Hinweise richtig deuten: Pflicht, optional, nicht unterstützt

Klappen Sie einen Eintrag auf, nennt der Test das fehlende Feld und markiert es als „optional“. Ein Beispiel zur Einordnung: Bei unserem eigenen Ratgeber meldete der Test beim Typ Article den Hinweis „Missing field image (optional)“ und beim Betrieb als Local business die fehlenden optionalen Felder telephone und priceRange – beide Typen blieben gültig. Außerdem fehlt in der Liste manches ganz: Googles Hilfe nennt die unterstützten Rich-Result-Typen, darunter Article, Breadcrumb, Local business, Organization, Product snippet und Review snippet, eine FAQ-Auszeichnung steht dort nicht. Unsere Ratgeber tragen FAQ-Markup im Code, der Test zeigt es trotzdem nicht an. Ein fehlender Typ im Ergebnis ist also nicht automatisch ein Fehler. Der Grund bei FAQ: Google hat das FAQ-Rich-Result eingestellt, was das für Betriebe bedeutet, erklärt unser Ratgeber zum FAQ-Schema.

Fehler beheben und Ergebnis teilen

Ist ein Element ungültig, führen drei Schritte zum Ziel, die Googles Hilfe so beschreibt:

  • Eintrag aufklappen: Der Test nennt das betroffene Feld und die Art des Problems, etwa ein fehlendes Pflichtfeld.
  • Beschreibung anklicken: Das öffnet den Code-Explorer an der passenden Stelle, er zeigt den gerenderten Quelltext und damit das, was Google tatsächlich sieht.
  • Korrigieren und neu testen: Im Code-Modus lässt sich der Block anpassen und beliebig oft erneut prüfen, bevor die Änderung live geht.

Ein Beispiel zur Einordnung: Eine Agentur und ein Betrieb sind sich uneins, ob das Markup korrekt ist. Statt Screenshots auszutauschen, teilt die Agentur den Ergebnislink des Tests, den laut Google jeder ohne Berechtigung öffnen kann und der etwa 90 Tage gültig bleibt.

Eigene Auswertung: Was der Test bei Betriebs-Websites meldet

Wir haben sieben Betriebs-Websites mit LocalBusiness-Markup aus den Top-Treffern lokaler Suchen und einen eigenen Ratgeber im Rich Results Test geprüft (Smartphone-Abruf). Das Diagramm zeigt, wie die acht Ergebnisse aussahen:

Mind. ein gültiges Element100 % (8 von 8)Ungültige Elemente (Fehler)0 % (0 von 8)Nicht kritische Hinweise88 % (7 von 8)Hinweis: priceRange fehlt88 % (7 von 8)Hinweis: image fehlt38 % (3 von 8)Hinweis: telephone fehlt12 % (1 von 8)

Anteil der 8 getesteten Seiten mit der jeweiligen Meldung im Rich Results Test. Dunkelgrün: Seiten mit mindestens einem gültigen Element, hellgrün: Hinweise.

Alle acht Seiten hatten gültige Elemente und keine Fehler, sieben meldeten nicht kritische Hinweise, bei sieben fehlte priceRange. Das wirkt wie ein Bestehen, ist aber kein Qualitätsurteil, wie die zweite Tabelle zeigt. Wir haben die gemeldeten Hinweise mit den tatsächlichen Angaben der Betriebe verglichen, die in unserem Ratgeber zum LocalBusiness-Schema ausgewertet sind:

Prüfpunkt Ergebnis bei den getesteten Betrieben Was der Test dazu sagte
Telefonnummer ohne Ländervorwahl 5 von 7 Betrieben Kein Hinweis
Koordinaten mit weniger als 5 Dezimalstellen 3 von 7 Kein Hinweis
Leerer GeoCoordinates-Block 1 von 7 Kein Hinweis
Bewertungen am eigenen Betrieb ausgezeichnet 2 von 8 Seiten Review snippets als gültig gemeldet

Der Test prüft also, ob Felder vorhanden sind, nicht ob sie Googles Vorgaben aus der Dokumentation erfüllen: Dort sind Telefonnummern mit Ländervorwahl und Koordinaten mit mindestens fünf Dezimalstellen verlangt, der Test blieb bei fehlender Vorwahl und gekürzten Koordinaten stumm. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Es sind nur acht Seiten, und das Ergebnis stammt aus einem einzelnen Testlauf je Seite.

Was ein grünes Ergebnis nicht garantiert

Ein gültiges Element heißt laut Test „eligible“, also berechtigt, nicht dass Google es auch anzeigt. Ein Beispiel dafür sind die zwei Seiten aus der Stichprobe mit gültigen Review snippets: Ob daraus Sterne in der Suche werden, hängt von Googles Richtlinien ab, wie unser Ratgeber zur Sternebewertung in den Suchergebnissen erklärt, die technischen Voraussetzungen des Markups beschreibt unser Ratgeber zum AggregateRating-Schema. Für die laufende Kontrolle über die ganze Website verweist der Test selbst auf die Search Console, die bei Rich-Result-Berichten Veränderungen nach Änderungen sichtbar macht; wie Sie sie auf dem eigenen Konto einrichten, zeigt unser Ratgeber zur Search Console auf dem eigenen Konto.

Interaktiv: Was bedeutet Ihre Meldung?

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Fazit: Der Test ist ein Anfang, kein Gütesiegel

Der Rich Results Test zeigt, ob Pflichtfelder fehlen und ob Google eine Seite abrufen darf, übersieht aber auch Mindestanforderungen wie die zwei Einträge beim Breadcrumb, wie der Vergleich der Test-Tools zeigt. Er sagt aber nicht, ob Angaben wie Telefonnummer und Koordinaten Googles Vorgaben entsprechen oder ob Google ein Rich Result wirklich ausspielt. Wer das Ergebnis als Ausgangspunkt nutzt und die Felder selbst gegen die Dokumentation prüft, bekommt aus dem Test das, was er leisten kann.

Häufige Fragen

Was bedeutet die Meldung valid items detected im Rich Results Test?

Der Test hat Elemente gefunden, bei denen alle Pflichtfelder vorhanden sind und die damit für Rich Results infrage kommen. Das heißt nicht, dass Google sie auch tatsächlich anzeigt, und es sagt nichts darüber, ob optionale Angaben vollständig oder korrekt sind.

Was ist der Unterschied zwischen Fehlern und nicht kritischen Hinweisen?

Fehler machen ein Element ungültig, etwa wenn ein Pflichtfeld fehlt. Nicht kritische Hinweise betreffen optionale Felder wie priceRange oder image, das Element bleibt gültig. In unserer Auswertung von acht Seiten gab es keinen einzigen Fehler, aber bei sieben Seiten Hinweise.

Warum erscheint mein FAQ-Markup nicht im Ergebnis des Tests?

Der Test unterstützt nur bestimmte Typen. Eine FAQ-Auszeichnung steht nicht in Googles Liste der unterstützten Rich-Result-Typen, denn Google hat die FAQ-Sonderdarstellung eingestellt. Deshalb taucht sie auch bei unseren eigenen Seiten nicht auf, obwohl sie im Code vorhanden ist.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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