Breadcrumb-Schema ist strukturierte Auszeichnung für den Pfad einer Seite, etwa Startseite, Wissen, Artikel. Google verlangt dafür mindestens zwei Einträge mit Position und Name, und die Darstellung ist laut Google auf dem Desktop verfügbar. Der Effekt ist damit klein und gut abgrenzbar: Er betrifft, wie der Pfad angezeigt wird, nicht nachweislich das Ranking. Unsere Auswertung von 60 Seiten zeigt, wo es hakt: 27 hatten ein Breadcrumb-Markup, aber nur 18 davon mit den von Google verlangten zwei Einträgen, und bei 5 begann die Zählung bei 0 statt bei 1.
Was Breadcrumb-Schema ist und was es bewirkt
Laut Googles Dokumentation zum Breadcrumb-Markup zeigt ein Brotkrumenpfad die Position einer Seite in der Hierarchie der Website und kann Nutzern helfen, die Website zu verstehen und zu erkunden. Das Markup beschreibt diesen Pfad für Suchmaschinen. Ein Rankingversprechen steckt darin nicht, und wir haben keinen Effekt auf Positionen gemessen. Der „spürbare Effekt“ im Titel meint deshalb die Darstellung: Ein sauber ausgezeichneter Pfad kann in den Suchergebnissen am Desktop erscheinen und zeigt Besuchern vorab, wo die Seite hingehört. Auf unserer eigenen Website sieht der Pfad eines Ratgebers im Markup so aus:
| position | name | item |
|---|---|---|
| 1 | Home | https://growenmedia.com/ |
| 2 | Wissen | https://growenmedia.com/wissen/ |
| 3 | Titel des Ratgebers | fehlt, Google nimmt die Adresse der Seite selbst |
Der Pfad entsteht bei uns über das SEO-Plugin, wie in unserem Ratgeber zu Schema-Markup per Plugin beschrieben. Die Grundlagen strukturierter Daten erklärt der Ratgeber zu strukturierten Daten.
Pflichtfelder und Regeln für das Breadcrumb Schema
Ein Breadcrumb Schema besteht aus einer Liste vom Typ BreadcrumbList, deren Einträge den Typ ListItem tragen. Die Tabelle fasst zusammen, was Google verlangt:
| Angabe | Pflicht? | Hinweis aus Googles Dokumentation |
|---|---|---|
| BreadcrumbList mit mindestens zwei ListItem | Ja | Ein einzelner Eintrag genügt nicht |
| position | Ja | Ganze Zahl, die Reihenfolge im Pfad; Googles Beispiele zählen ab 1 |
| name | Ja | Der Text, den Besucher im Pfad sehen |
| item | Ja, außer beim letzten Eintrag | Adresse der Zwischenseite; beim letzten Eintrag nimmt Google die Seite selbst |
| Eintrag für Startseite und Seite selbst | Nein | Beide dürfen im Pfad fehlen |
Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Pfad aus nur einem Eintrag, etwa „Home“, erfüllt die Mindestanforderung nicht, weil Google mindestens zwei Einträge verlangt. Das ist auf der Startseite normal und unschädlich, bedeutet aber, dass dort kein Breadcrumb-Rich-Result entstehen kann. Wer das Markup prüfen will, nutzt den Rich Results Test, dessen Ausgabe unser Ratgeber zum Rich-Results-Test erklärt. Einen Pfad mit nur einem Eintrag zeigt der Test allerdings als gültig an, wie der Vergleich der Test-Tools zeigt.
Eigene Auswertung: Wer setzt Breadcrumb-Markup richtig ein?
Wir haben bei 60 Seiten das JSON-LD im HTML ausgewertet: 21 Ratgeberseiten aus den Top-Treffern zu Kostenfragen im Handwerk, 30 Betriebs-Websites aus lokalen Top-Treffern und 9 Branchenverzeichnis-Seiten. Insgesamt hatten 27 Seiten (45 %) ein BreadcrumbList, aber nur 18 (30 %) mit mindestens zwei Einträgen. Das Diagramm zeigt die Gruppen:
Anteil der Seiten mit BreadcrumbList im JSON-LD (hellgrün) und davon mit mindestens zwei Einträgen (dunkelgrün). Von den 30 Betriebs-Adressen waren 27 Startseiten, dort ist ein Pfad entbehrlich.
Die Unterschiede sind deutlich. Bei den Ratgeberseiten hatten 11 von 21 ein Markup, und 10 davon einen verwertbaren Pfad. Bei den Betriebs-Websites hatten 9 von 30 ein Markup, aber 8 dieser 9 gaben nur einen Eintrag aus, durchweg auf der Startseite. Von den 3 Unterseiten hatte nur eine, eine Ortsseite für Köln, einen Pfad mit zwei Einträgen. Die Verzeichnisse waren am gründlichsten: 7 von 9 mit Pfad, alle mit mindestens zwei Einträgen. Dazu kommt ein Detail: Bei 5 der 27 Seiten (eine Ratgeberseite, vier Verzeichnisse) begann die Positionszählung bei 0, während Googles Beispiele bei 1 beginnen. Ob das für Google ein Problem ist, regelt die Dokumentation nicht ausdrücklich, wer bei 1 beginnt, erspart sich die Frage. Drei Einschränkungen gehören dazu: Die Gruppen sind klein, nur JSON-LD wurde gezählt (Microdata fehlt), und ein gültiges Markup sagt nichts über die tatsächliche Darstellung in den Suchergebnissen.
Der Pfad der Nutzer, nicht der Ordner der URL
Google empfiehlt, einen Pfad zu zeigen, der den typischen Weg eines Nutzers abbildet, und nicht einfach die URL-Struktur zu kopieren. Die Auswertung zeigt, dass das gängige Praxis ist. Ein Ratgeber zu Fliesenkosten liegt unter einer Adresse mit zwei Abschnitten, der Pfad hat aber vier Stufen mit einer Zwischenstufe „Kosten-Guide“, die in der URL nicht vorkommt. Ein anderer Ratgeber nennt in der URL „ratgeber“, im Pfad aber „Hausbau-Wissen“. Ein Heizungsratgeber hat sechs Abschnitte in der Adresse, darunter zwei Sprachkürzel, zeigt aber nur vier Stufen. Für Betriebe heißt das: Der Pfad darf eine Rubrik nennen, die es als Ordner gar nicht gibt.
| Seitentyp | Sinnvoller Pfad | Hinweis |
|---|---|---|
| Ratgeberartikel | Startseite, Wissen, Artikel | Die Rubrik als Zwischenstufe, auch ohne eigenen URL-Teil |
| Leistungsseite | Startseite, Leistungen, Dachsanierung | Spiegelt den Weg eines Besuchers, nicht den Ordner |
| Ortsseite | Startseite, Einsatzgebiet, Köln | Verbindet die Ortsseiten mit einer Übersicht |
| Startseite | Kein Pfad | Mindestens zwei Einträge nötig, die Startseite ist die Spitze |
Ein Beispiel zur Einordnung: Eine Ortsseite liegt bei vielen Betrieben direkt unter der Startseite. Ein Pfad „Startseite, Einsatzgebiet, Köln“ bindet sie an eine Übersicht an, wie sie unser Ratgeber zur lokalen Landingpage beschreibt. Wie viele Seiten und Ebenen eine Betriebs-Website braucht, klärt der Ratgeber zur Seitenanzahl.
Typische Fehler beim Breadcrumb-Markup
- Nur ein Eintrag: Ein Pfad mit nur einem Eintrag erfüllt Googles Mindestmaß nicht, 8 Betriebs-Startseiten gaben genau das aus. Auf der Startseite lässt man den Pfad weg.
- Position ab 0: Die Zählung sollte wie in Googles Beispielen bei 1 beginnen, damit Reihenfolge und Dokumentation übereinstimmen.
- Fehlende URL bei Zwischenstufen: Nur beim letzten Eintrag darf item fehlen. Eine Zwischenstufe ohne Adresse lässt den Pfad unvollständig.
- Markup ohne sichtbaren Pfad: Besucher sollten denselben Pfad sehen, den Google ausliest, sonst stimmen Seite und Auszeichnung nicht überein. Das ist eine Empfehlung von uns, keine Vorgabe aus der Dokumentation.
- Doppelte Quellen: Erzeugen Plugin und Theme beide einen Pfad, sollten Sie im Quelltext prüfen, welcher davon ausgegeben wird, denn Doppelungen entstehen leicht, wenn mehrere Quellen dasselbe Markup liefern.
Die Prüfung im Quelltext und im Rich Results Test lässt sich mit der OnPage-SEO-Checkliste verbinden, die weitere Seitenelemente einbezieht.
Interaktiv: Welcher Pfad passt zu Ihrer Seite?
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Fazit: Klein, aber nur mit sauberer Umsetzung wirksam
Breadcrumb-Schema ist keine Rankingmaßnahme, sondern eine kleine, saubere Auszeichnung für die Darstellung des Pfads am Desktop. Wirksam wird es nur, wenn mindestens zwei Einträge stimmen, die Position bei 1 beginnt und der Pfad dem Weg der Besucher entspricht. Wer es per Plugin ausgibt, sollte die Ausgabe einmal im Quelltext und im Rich Results Test kontrollieren. Für Betriebe lohnt sich die Mühe vor allem auf Ratgeber-, Leistungs- und Ortsseiten. Die Betriebsdaten selbst gehören dagegen in das LocalBusiness-Markup.