Der Schema Markup Validator prüft strukturierte Daten gegen das gesamte Schema.org-Vokabular, der Rich Results Test nur gegen die Typen, die Google für Sonderdarstellungen nutzt. Beide ersetzen keine Kontrolle von Hand: In unserem Test von sechs Seiten mit acht bekannten Mängeln meldete der Rich Results Test keinen, der Schema Markup Validator zwei. Sinnvoll ist deshalb die Kombination aus beiden Tools, den Berichten der Search Console und einem Blick in den Quelltext.
Die wichtigsten Test-Tools im Überblick
Das frühere Structured Data Testing Tool von Google ist durch zwei Werkzeuge ersetzt. Wie Search Engine Journal beschreibt, prüft der Rich Results Test nur Markup, das Google für Suchergebnisse nutzt, während der Schema Markup Validator alle Schema.org-Eigenschaften testet und fremde @context-Angaben nicht auslesen will. Dazu kommen die Werkzeuge der Search Console und der Quelltext. Die Tabelle fasst die vier Wege zusammen:
| Tool | Prüft | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|
| Rich Results Test | Nur Markup, das Google für Sonderdarstellungen nutzt | Zeigt, welche Rich Results möglich sind, und trennt Fehler von Hinweisen | Kennt andere Typen nicht, prüft Werte nur oberflächlich |
| Schema Markup Validator | Alle Eigenschaften des Schema.org-Vokabulars | Findet Werte im falschen Format und fremde @context-Angaben | Kennt Googles Feature-Regeln nicht |
| Search Console (URL-Prüfung und Berichte) | Wie Google die Seite tatsächlich sieht und laufend meldet | Zeigt Veränderungen nach der Veröffentlichung | Nur für eigene, verifizierte Seiten |
| Quelltext („ld+json“) | Was tatsächlich ausgeliefert wird | Zeigt leere Felder, doppelte Blöcke und fehlende Ausgabe | Bewertet nichts, erfordert Blick fürs Detail |
Google empfiehlt laut der Einführung in strukturierte Daten, Markup schon während der Entwicklung zu testen und nach der Veröffentlichung die Rich-Result-Berichte zu beobachten. Wie sich der Test lesen lässt, erklärt unser Ratgeber zum Rich-Results-Test, und das Konto richten Sie wie im Ratgeber zur Search Console auf dem eigenen Konto beschrieben ein.
Rich Results Test oder Schema Markup Validator?
Beide Tools sehen dieselbe Seite unterschiedlich. Ein Beispiel zur Einordnung: Unser Ratgeber zum Breadcrumb-Schema meldet im Rich Results Test vier gültige Elemente (Artikel, Breadcrumbs, lokale Betriebsdaten und Organisation), der Schema Markup Validator listet dagegen zwei Elemente, Article und FAQPage. Die FAQ-Auszeichnung erscheint nur im Validator, weil Google sie nicht mehr als Sonderdarstellung nutzt, wie unser Ratgeber zum FAQ-Schema erklärt. Umgekehrt zeigt nur der Rich Results Test die nicht kritischen Hinweise zu empfohlenen Feldern. Wer nur ein Tool nutzt, sieht also immer nur einen Teil.
Eigene Auswertung: Was die beiden Tools bei echten Mängeln melden
Wir haben sechs Seiten durch beide Tools laufen lassen: fünf Seiten mit bekannten Mängeln aus unseren früheren Stichproben und unsere eigene, fehlerfreie Seite als Kontrolle. Auf den fünf Seiten lagen acht Mängel vor, drei Breadcrumb-Pfade mit nur einem Eintrag und fünf weitere. Die Tabelle zeigt, was jedes Tool gemeldet hat:
| Seite | Mangel laut unserer Prüfung | Rich Results Test | Schema Markup Validator |
|---|---|---|---|
| Versicherer-Ratgeber | Typ „Website“ statt „WebSite“, Pfad mit 1 Eintrag, Fremdblock mit Trackingdaten | Breadcrumbs: 1 gültiges Element | Meldet nur den fremden @context-Block |
| Baumarkt-Ratgeber | Dauer „11“ ohne Format, „sameas“ klein | 3 gültige Elemente, keine Fehler | 1 Fehler: Dauer nicht im richtigen Typ |
| Maler-Startseite | Pfad mit 1 Eintrag | Breadcrumbs: 1 gültiges Element | 4 Elemente, 0 Fehler |
| Elektro-Startseite | Pfad mit 1 Eintrag, JavaScript im JSON-LD-Block | Breadcrumbs: 1 gültiges Element | 0 Fehler, 0 Warnungen |
| Betriebs-Startseite | Leeres sameAs-Feld (nicht mitgezählt) | 2 gültige Elemente mit Hinweisen | 0 Fehler, 0 Warnungen |
Das Diagramm zählt, wie viele Mängel jedes Tool gemeldet hat:
Anzahl der gemeldeten Mängel je Mängelart auf den fünf geprüften Seiten, getrennt nach Rich Results Test (hellgrün) und Schema Markup Validator (dunkelgrün).
Das Ergebnis ist ernüchternd: Der Rich Results Test meldete keinen der acht Mängel und zeigte alle drei Breadcrumb-Pfade mit einem Eintrag als gültig, obwohl Google laut Dokumentation mindestens zwei verlangt, wie unser Ratgeber zum Breadcrumb-Schema zeigt. Der Schema Markup Validator fand zwei Mängel, einen Wert im falschen Format und einen fremden @context-Block. Den Typ-Tippfehler „Website“, den klein geschriebenen Feldnamen „sameas“, den Pfad mit einem Eintrag und das JavaScript im JSON-LD-Block meldete keiner. Das ist kein Vorwurf an die Tools, denn sie prüfen Syntax und Feature-Regeln, nicht Googles Qualitätsrichtlinien, wie unser Ratgeber zu häufigen Fehlern bei strukturierten Daten beschreibt. Drei Einschränkungen gehören dazu: Die Stichprobe ist klein, jede Seite wurde nur einmal getestet, und ein Tool kann Hinweise ausgeben, die wir nicht im Detail aufgeschlüsselt haben.
So kombinieren Sie die Tools in vier Schritten
- Quelltext lesen: Die Suche nach „ld+json“ zeigt, welche Blöcke ausgeliefert werden, ob einer leer ist und ob Typ und Feldnamen richtig geschrieben sind.
- Rich Results Test ausführen: Er zeigt, welche Google-Features möglich sind und welche Pflichtfelder fehlen.
- Schema Markup Validator ergänzen: Er prüft Werte und Aufbau gegen Schema.org und findet Typen, die Google nicht nutzt.
- Mit der Seite abgleichen: Name, Adresse und Zeiten müssen mit Impressum und Seite übereinstimmen, wie es der Ratgeber zur LocalBusiness-Auszeichnung verlangt.
Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Betrieb trägt in ein Dauerfeld nur „11“ statt eines Formats wie PT11M ein. Der Rich Results Test zeigt grün, der Schema Markup Validator meldet den Wert als nicht konvertierbar. Erst der zweite Tool-Blick deckt das auf, und auch die Ausgabe von Plugins sollten Sie gegenprüfen, wie unser Ratgeber zu Schema-Markup per Plugin empfiehlt.
Interaktiv: Welches Tool beantwortet Ihre Frage?
Wählen Sie Ihre Frage:
Fazit: Zwei Tools, ein Blick in den Quelltext
Der Schema Markup Validator und der Rich Results Test ergänzen sich, ersetzen aber nicht die Kontrolle von Hand. Der Rich Results Test beantwortet die Google-Frage, der Validator die Schema.org-Frage, und beide übersehen Typ-Tippfehler und Qualitätsmängel. Wer beide Tools, die Search-Console-Berichte und den Quelltext nutzt, erkennt die meisten Fehler früh. Die Grundlagen liefert unser Ratgeber zu strukturierten Daten.