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Konkurrenzanalyse: Wofür rankt Ihr Wettbewerber vor Ort?

Oktober 21, 2026 4 Min. Lesezeit

Ihr lokaler Wettbewerber rankt meist für wenige Begriffe: den Hauptbegriff aus Gewerk und Ort und dessen Varianten. Bei neun Betriebs-Websites in Aachen waren 18 der 28 bekannten Begriffe der Hauptbegriff (32 %) oder eine Variante davon (32 %), nur 6 betrafen Fachthemen. Wer die Konkurrenz analysiert, sucht deshalb nicht nach vielen Begriffen, sondern nach den zwei oder drei Seiten, die die Sichtbarkeit tragen.

Warum die Analyse klein anfängt

Für lokale Suchen entscheidet Google nach drei Faktoren, wie die Google-Hilfe zum lokalen Ranking beschreibt: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Entfernung können Sie nicht ändern, die Relevanz und die Bekanntheit schon. Deshalb vergleichen Sie bei der Konkurrenzanalyse zwei Dinge: Welche Seiten und Begriffe sie nutzt, und wie bekannt sie ist, etwa über Bewertungen. Welche Begriffe zu Ihrem Gewerk gehören, klärt der Ratgeber Keyword-Recherche für lokale Betriebe.

Eigene Auswertung: Neun Wettbewerber in Aachen

Wir haben die organischen Ergebnisse zu „Dachdecker Aachen“ und „Elektriker Aachen“ betrachtet, Verzeichnisse und Portale ausgenommen, und bei Ahrefs abgerufen, für welche Begriffe diese neun Betriebs-Websites ranken. Dazu haben wir die Seitenzahl laut Sitemap und den Seitentitel geprüft. Die Tabelle zeigt die Ergebnisse:

Website (anonymisiert) Position beim Hauptbegriff Bekannte Begriffe Seiten laut Sitemap „Aachen“ im Seitentitel
Dachdecker A 1 1 6 ja
Dachdecker B 4 2 9 ja
Dachdecker C 7 2 26 ja
Dachdecker D 8 1 3 ja
Elektro A 2 3 6 ja
Elektro B 4 9 863 ja
Elektro C 7 3 8 ja
Elektro D 8 5 797 ja
Elektro E 5 2 30 nein

Das Diagramm zeigt, aus welchen Begriffen die 28 bekannten Rankings bestehen:

Hauptbegriff (Gewerk plus Aachen)32 % (9 von 28)Varianten des Hauptbegriffs32 % (9 von 28)Fachthemen mit Bezug zur Leistung21 % (6 von 28)Firmen- oder Produktname11 % (3 von 28)Sonstiges4 % (1 von 28)

Art der 28 bekannten Begriffe von neun Betriebs-Websites in Aachen.

Drei Dinge fallen auf. Erstens ranken alle neun Websites für den Hauptbegriff, und nur zwei davon für viel mehr als diesen: Zwei Elektro-Websites (B und D) mit 863 und 797 Seiten decken zusätzlich Fachthemen ab, B etwa „spleißen glasfaser“ (450 Suchen) und „blitzschutz pv“ (100 Suchen). Zweitens trägt Größe nicht das Ranking: Dachdecker A mit 6 Seiten steht bei „dachdecker aachen“ auf Platz 1, Dachdecker D mit 3 Seiten auf Platz 8, und Elektro D mit 797 Seiten bei „elektriker aachen“ auf Platz 8. Drittens zeigt eine einzelne Leistungsseite Wirkung: Elektro D steht bei „pv anlage aachen“ (90 Suchen) auf Platz 1. Ein Elektrobetrieb in Aachen ohne PV-Seite hätte hier eine Lücke, die sich mit einer Seite schließen lässt. Acht der neun Seitentitel enthalten „Aachen“. Die Einschränkungen: Es sind neun Websites in einer Stadt und zwei Gewerken, die Positionen sind Ahrefs-Schätzungen, Bewertungen und Backlinks haben wir nicht gemessen, und ob ein Platz mehr Anfragen bringt, zeigt die Auswertung nicht.

So analysieren Sie Ihren Wettbewerber

  1. Suchen Sie Ihren Hauptbegriff bei Google und notieren Sie die ersten fünf Betriebe, die keine Verzeichnisse sind.
  2. Öffnen Sie jede Startseite und notieren Sie Seitentitel, Hauptüberschrift und die Leistungen im Menü.
  3. Rufen Sie die Datei sitemap.xml der Website auf, sofern sie existiert, und zählen Sie die Seiten, wie es der Ratgeber XML-Sitemap: Wofür sie gebraucht wird und wie man sie prüft beschreibt.
  4. Vergleichen Sie das Google-Unternehmensprofil: Kategorien, Zahl der Bewertungen und Fotos. Google nennt Bekanntheit als Faktor, unter anderem über Links anderer Websites sowie Zahl und Bewertung der Rezensionen.
  5. Tragen Sie die Lücken in eine Liste ein und beginnen Sie mit der, die sich am schnellsten schließen lässt.

Ein Keyword-Tool zeigt zusätzlich die Begriffe, für die ein Wettbewerber rankt, wie der Ratgeber Kostenlose Keyword-Tools im Vergleich die Möglichkeiten einordnet. Die Tabelle ordnet typische Lücken einer Maßnahme zu (die Zuordnung ist unser Vorschlag):

Lücke bei Ihnen Maßnahme
Der Wettbewerber hat eine Leistungsseite, die Sie nicht haben Eigene Seite anlegen, statt die Leistung im Fließtext zu erwähnen
Der Wettbewerber nennt den Ort im Seitentitel Ort in Titel und Überschrift der Startseite aufnehmen
Der Wettbewerber bedient Nachbarorte Einsatzgebiet auf der Seite nennen, nicht jede Stadt als eigene Seite
Der Wettbewerber erklärt ein Fachthema Ratgeber zu einer Frage Ihrer Kunden schreiben
Der Wettbewerber hat mehr Bewertungen Bewertungen systematisch anfragen

Wie Bewertungen und Kartenplatzierung zusammenhängen, beschreibt der Ratgeber Wie Google entscheidet, wer im Local Pack erscheint. Wie weit Ihr Einsatzgebiet reichen sollte, klärt der Ratgeber Einzugsgebiet festlegen, und wie Sie eine fehlende Leistungsseite aufbauen, der Ratgeber Warum jede Leistung eine eigene Seite braucht.

Selbstcheck: Was hat Ihr Wettbewerber, das Sie nicht haben?

Haken Sie an, was Sie bei Ihrem Wettbewerber gefunden haben:

Was hat Ihr Wettbewerber, das Sie nicht haben?
Haken Sie an, was Sie bei Ihrem Wettbewerber gefunden haben.

Fazit: Erst die Lücke, dann der Vergleich

Die Konkurrenzanalyse lohnt sich, wenn sie bei fünf Wettbewerbern, einer Liste und zwei bis drei Lücken endet. Beginnen Sie diese Woche mit Ihrem Hauptbegriff und notieren Sie, welche Leistungsseite die Nummer eins hat und was sie enthält. Ob das Schließen der Lücken mehr Anfragen bringt, belegt unsere Auswertung nicht, sie zeigt nur, wie wenige Begriffe lokale Wettbewerber tragen. Wer die Analyse abgeben will, findet Unterstützung bei Content-Pflege.

Häufige Fragen

Wofür rankt mein lokaler Wettbewerber?

Meist für den Hauptbegriff und dessen Varianten. Bei neun Betrieben in Aachen waren 18 von 28 bekannten Begriffen der Hauptbegriff („Dachdecker Aachen“, „Elektriker Aachen“) oder eine Variante davon.

Wie analysiere ich Wettbewerber ohne teures Tool?

Mit der Ergebnisseite des Hauptbegriffs, den Seitentiteln, dem Menü und der sitemap.xml der Konkurrenz und ihrem Google-Unternehmensprofil. Ein Keyword-Tool zeigt zusätzlich, für welche Begriffe sie ranken.

Entscheidet die Größe der Website über das Ranking?

In unserer Stichprobe nicht. Die Nummer 1 für „Dachdecker Aachen“ hat laut Sitemap 6 Seiten, die Nummer 8 hat 3, und eine Website mit 797 Seiten steht bei „Elektriker Aachen“ auf Platz 8.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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