Ratgeber

Häufige Fehler bei strukturierten Daten, die Rich Snippets verhindern

Oktober 5, 2026 5 Min. Lesezeit

Bei strukturierten Daten scheitern Rich Snippets meist an fehlenden Pflichtfeldern, an Seiten, die Googlebot nicht erreicht, und an Markup, das nicht zum sichtbaren Inhalt passt. Selbst fehlerfreies Markup garantiert laut Google keine Sonderdarstellung. Unsere Auswertung von 59 Seiten zeigt, wie häufig die Mängel sind: 13 hatten gar kein JSON-LD, und von den 46 mit Markup hatten 23 (50 %) mindestens einen von sechs automatisch prüfbaren Fehlern. Nur 23 Seiten (39 % aller 59) waren in diesem Raster ohne Befund.

Technische Fehler, die Rich Snippets verhindern

Laut Googles allgemeinen Richtlinien für strukturierte Daten prüfen der Rich Results Test und die URL-Prüfung die meisten technischen Fehler. Zu den Vorgaben gehören ein unterstütztes Format (JSON-LD wird empfohlen), alle Pflichtfelder des jeweiligen Features, freier Zugang für Googlebot und abrufbare Bildadressen. Die Tabelle zeigt die häufigsten Stolpersteine und ihre Folgen:

Fehler Folge laut Google So prüfen Sie
Pflichtfeld fehlt oder zu wenige Einträge Elemente ohne Pflichtfelder kommen für Rich Results nicht infrage Rich Results Test (meldet zu wenige Breadcrumb-Einträge nicht, siehe Test-Tools im Vergleich) und Quelltext
Seite für Googlebot gesperrt (robots.txt, noindex) Markup auf blockierten Seiten ist für Google nicht erreichbar URL-Prüfung in der Search Console
Bildadresse nicht abrufbar Google kann das Bild nicht finden und anzeigen Bild-URL im Browser öffnen, auf Leerzeichen achten
Tippfehler bei Typ oder Feldname Der Name entspricht keinem Schema.org-Begriff Schreibweise gegen schema.org prüfen

Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Breadcrumb-Pfad mit nur einem Eintrag gilt als unvollständig, weil Google mindestens zwei Einträge verlangt, wie unser Ratgeber zum Breadcrumb-Schema zeigt. Wer die Fehlermeldungen des Tests deuten will, findet die Erklärung im Ratgeber zum Rich-Results-Test.

Qualitätsfehler, die kein Test findet

Google unterscheidet technische Richtlinien von Qualitätsrichtlinien. Letztere lassen sich nicht einfach automatisch prüfen, und ein Verstoß kann syntaktisch korrektes Markup trotzdem aus den Sonderdarstellungen heraushalten. Der Rich Results Test erkennt außerdem nicht jeden Fehler, wie Google selbst schreibt. Die Tabelle fasst die Qualitätsfehler aus Sicht eines Betriebs zusammen:

Qualitätsfehler Beispiel aus dem Betrieb Googles Vorgabe
Nicht sichtbarer Inhalt Öffnungszeiten stehen im Markup, aber nicht auf der Seite Nichts auszeichnen, was Lesern nicht angezeigt wird
Nicht repräsentativ Gesamtbewertung des Betriebs auf einem Ratgeberartikel Markup muss den Seiteninhalt wahrheitsgemäß abbilden
Veraltete Angaben Alte Telefonnummer oder Preisspanne im Theme Für überholte, zeitkritische Inhalte zeigt Google kein Rich Result
Gekaufte oder erfundene Bewertungen Sterne ohne echte Kundenstimmen Kann zu einer manuellen Maßnahme führen

Wichtig zur Einordnung: Ein Verstoß führt laut Google zu einer manuellen Maßnahme, bei der die Seite die Eignung für Rich Results verliert, aber das Ranking in der normalen Websuche bleibt nach Googles Angabe unberührt. Warum Sterne besondere Regeln haben, erklärt unser Ratgeber zu den Sternebewertungen und dem AggregateRating-Schema. Wer für FAQ-Markup noch auf Sonderdarstellungen hofft, sollte den Ratgeber zum FAQ-Schema lesen, denn diese Darstellung hat Google eingestellt. Was dann in den Antworten stehen sollte, zeigt der Ratgeber FAQ-Seiten für KI-Suche optimieren.

Eigene Auswertung: Welche Strukturierte-Daten-Fehler sind am häufigsten?

Wir haben 59 Seiten aus unseren früheren Stichproben im HTML geprüft: Ratgeberseiten zu Handwerkskosten, Betriebs-Websites und Branchenverzeichnisse. 13 Seiten hatten kein JSON-LD. Bei den übrigen 46 haben wir sechs Fehlerarten automatisch gezählt. Das Diagramm zeigt, wie viele Seiten jeweils betroffen waren:

Breadcrumb mit nur 1 Eintrag20 % (9 von 46)Mindestens ein leeres Feld24 % (11 von 46)Positionszählung ab 011 % (5 von 46)Nicht-Schema-Daten im JSON-LD-Block15 % (7 von 46)Tippfehler bei Typ oder Feldname11 % (5 von 46)Bildadresse mit Leerzeichen2 % (1 von 46)

Anteil der 46 Seiten mit JSON-LD, bei denen die jeweilige Fehlerart auftrat. Eine Seite kann mehrere Fehler haben, 23 Seiten hatten mindestens einen.

Die häufigsten Befunde waren leere Felder, etwa eine leere Beschreibung der Website oder eine leere Telefonnummer, bei 11 Seiten, und Breadcrumb-Pfade mit nur einem Eintrag bei 9. Bei 5 Seiten begann die Positionszählung bei 0. Bei 7 Seiten enthielten JSON-LD-Blöcke Konfigurations-, System- oder Trackingdaten statt Schema.org-Markup, bei zweien davon sogar JavaScript-Code eines Cookie-Moduls und bei vieren interne Daten eines Website-Baukastens. Fünf Seiten hatten Tippfehler: „Website“ statt „WebSite“ als Typ und „sameas“ statt „sameAs“ als Feldname sowie dreimal ContactPoint statt contactPoint. Eine Seite nannte eine Bildadresse mit Leerzeichen. Eine Ratgeberseite eines Baumarkts trug zudem eine Gesamtbewertung des Unternehmens statt des Artikels, ob Google das beanstandet, liegt bei Google. Drei Einschränkungen gehören dazu: Die Gruppen sind klein, die Prüfung findet nur automatisch erkennbare Fehler, und „ohne Befund“ heißt nicht, dass ein Rich Result erscheint.

So finden Sie Fehler, bevor Google sie findet

Google empfiehlt, Markup während der Entwicklung mit dem Rich Results Test zu prüfen und nach der Veröffentlichung die Rich-Result-Berichte der Search Console zu beobachten. Vier Schritte genügen für einen Betrieb:

  • Quelltext durchsuchen: Die Suche nach „ld+json“ zeigt, welche Blöcke tatsächlich ausgegeben werden und ob einer davon leer oder kein JSON ist.
  • Rich Results Test ausführen: Er meldet fehlende Pflichtfelder und ungültige Werte, findet aber nicht jeden inhaltlichen Fehler.
  • Angaben mit der Seite abgleichen: Name, Adresse und Öffnungszeiten im Markup müssen zu Seite und Impressum passen, wie es unser Ratgeber zur NAP-Konsistenz beschreibt.
  • Berichte beobachten: In der Search Console zeigen die Rich-Result-Berichte nach der Veröffentlichung, ob Elemente ungültig werden, und das Konto lässt sich wie im Ratgeber zur Search Console auf dem eigenen Konto beschrieben einrichten.

Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Betrieb wechselt das Theme, und das neue Theme gibt kein Markup mehr aus. Der Rich Results Test zeigt auf der Seite dann schlicht nichts, während der Bericht der Search Console erst mit Verzögerung abfällt. Ein Blick in den Quelltext deckt das sofort auf, wie unser Ratgeber zu Schema-Markup per Plugin empfiehlt.

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Fazit: Erst die Technik, dann die Wahrheit

Strukturierte Daten verhindern Rich Snippets vor allem durch fehlende Pflichtfelder, gesperrte Seiten und Angaben, die nicht zum sichtbaren Inhalt passen. Wer Quelltext, Rich Results Test und Search-Console-Berichte regelmäßig prüft und nur auszeichnet, was auf der Seite steht, vermeidet die meisten Fälle. Die Grundlagen dazu liefert unser Ratgeber zu strukturierten Daten, die Pflichtfelder für Betriebe beschreibt der Ratgeber zum LocalBusiness-Schema.

Häufige Fragen

Welche Fehler verhindern Rich Snippets am häufigsten?

Fehlende Pflichtfelder, ein blockierter Zugriff für Googlebot und Markup, das nicht zum sichtbaren Inhalt passt. In unserer Stichprobe hatten 23 von 46 Seiten mit JSON-LD mindestens einen technischen oder inhaltlichen Mangel, zum Beispiel einen Breadcrumb-Pfad mit nur einem Eintrag oder leere Felder.

Garantiert korrektes Markup eine Sonderdarstellung?

Nein. Google schreibt, dass strukturierte Daten ein Feature ermöglichen, aber nicht garantieren, selbst wenn der Rich Results Test keine Fehler zeigt. Die Suche wählt je nach Nutzer, Ort und Gerät die passende Darstellung.

Schadet fehlerhaftes Markup dem Ranking?

Laut Google führt ein Problem mit strukturierten Daten zu einer manuellen Maßnahme, bei der die Seite die Eignung für Rich Results verliert. Auf das Ranking in der normalen Websuche wirkt sich das nach Googles Angabe nicht aus.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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