Bei strukturierten Daten scheitern Rich Snippets meist an fehlenden Pflichtfeldern, an Seiten, die Googlebot nicht erreicht, und an Markup, das nicht zum sichtbaren Inhalt passt. Selbst fehlerfreies Markup garantiert laut Google keine Sonderdarstellung. Unsere Auswertung von 59 Seiten zeigt, wie häufig die Mängel sind: 13 hatten gar kein JSON-LD, und von den 46 mit Markup hatten 23 (50 %) mindestens einen von sechs automatisch prüfbaren Fehlern. Nur 23 Seiten (39 % aller 59) waren in diesem Raster ohne Befund.
Technische Fehler, die Rich Snippets verhindern
Laut Googles allgemeinen Richtlinien für strukturierte Daten prüfen der Rich Results Test und die URL-Prüfung die meisten technischen Fehler. Zu den Vorgaben gehören ein unterstütztes Format (JSON-LD wird empfohlen), alle Pflichtfelder des jeweiligen Features, freier Zugang für Googlebot und abrufbare Bildadressen. Die Tabelle zeigt die häufigsten Stolpersteine und ihre Folgen:
| Fehler | Folge laut Google | So prüfen Sie |
|---|---|---|
| Pflichtfeld fehlt oder zu wenige Einträge | Elemente ohne Pflichtfelder kommen für Rich Results nicht infrage | Rich Results Test (meldet zu wenige Breadcrumb-Einträge nicht, siehe Test-Tools im Vergleich) und Quelltext |
| Seite für Googlebot gesperrt (robots.txt, noindex) | Markup auf blockierten Seiten ist für Google nicht erreichbar | URL-Prüfung in der Search Console |
| Bildadresse nicht abrufbar | Google kann das Bild nicht finden und anzeigen | Bild-URL im Browser öffnen, auf Leerzeichen achten |
| Tippfehler bei Typ oder Feldname | Der Name entspricht keinem Schema.org-Begriff | Schreibweise gegen schema.org prüfen |
Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Breadcrumb-Pfad mit nur einem Eintrag gilt als unvollständig, weil Google mindestens zwei Einträge verlangt, wie unser Ratgeber zum Breadcrumb-Schema zeigt. Wer die Fehlermeldungen des Tests deuten will, findet die Erklärung im Ratgeber zum Rich-Results-Test.
Qualitätsfehler, die kein Test findet
Google unterscheidet technische Richtlinien von Qualitätsrichtlinien. Letztere lassen sich nicht einfach automatisch prüfen, und ein Verstoß kann syntaktisch korrektes Markup trotzdem aus den Sonderdarstellungen heraushalten. Der Rich Results Test erkennt außerdem nicht jeden Fehler, wie Google selbst schreibt. Die Tabelle fasst die Qualitätsfehler aus Sicht eines Betriebs zusammen:
| Qualitätsfehler | Beispiel aus dem Betrieb | Googles Vorgabe |
|---|---|---|
| Nicht sichtbarer Inhalt | Öffnungszeiten stehen im Markup, aber nicht auf der Seite | Nichts auszeichnen, was Lesern nicht angezeigt wird |
| Nicht repräsentativ | Gesamtbewertung des Betriebs auf einem Ratgeberartikel | Markup muss den Seiteninhalt wahrheitsgemäß abbilden |
| Veraltete Angaben | Alte Telefonnummer oder Preisspanne im Theme | Für überholte, zeitkritische Inhalte zeigt Google kein Rich Result |
| Gekaufte oder erfundene Bewertungen | Sterne ohne echte Kundenstimmen | Kann zu einer manuellen Maßnahme führen |
Wichtig zur Einordnung: Ein Verstoß führt laut Google zu einer manuellen Maßnahme, bei der die Seite die Eignung für Rich Results verliert, aber das Ranking in der normalen Websuche bleibt nach Googles Angabe unberührt. Warum Sterne besondere Regeln haben, erklärt unser Ratgeber zu den Sternebewertungen und dem AggregateRating-Schema. Wer für FAQ-Markup noch auf Sonderdarstellungen hofft, sollte den Ratgeber zum FAQ-Schema lesen, denn diese Darstellung hat Google eingestellt. Was dann in den Antworten stehen sollte, zeigt der Ratgeber FAQ-Seiten für KI-Suche optimieren.
Eigene Auswertung: Welche Strukturierte-Daten-Fehler sind am häufigsten?
Wir haben 59 Seiten aus unseren früheren Stichproben im HTML geprüft: Ratgeberseiten zu Handwerkskosten, Betriebs-Websites und Branchenverzeichnisse. 13 Seiten hatten kein JSON-LD. Bei den übrigen 46 haben wir sechs Fehlerarten automatisch gezählt. Das Diagramm zeigt, wie viele Seiten jeweils betroffen waren:
Anteil der 46 Seiten mit JSON-LD, bei denen die jeweilige Fehlerart auftrat. Eine Seite kann mehrere Fehler haben, 23 Seiten hatten mindestens einen.
Die häufigsten Befunde waren leere Felder, etwa eine leere Beschreibung der Website oder eine leere Telefonnummer, bei 11 Seiten, und Breadcrumb-Pfade mit nur einem Eintrag bei 9. Bei 5 Seiten begann die Positionszählung bei 0. Bei 7 Seiten enthielten JSON-LD-Blöcke Konfigurations-, System- oder Trackingdaten statt Schema.org-Markup, bei zweien davon sogar JavaScript-Code eines Cookie-Moduls und bei vieren interne Daten eines Website-Baukastens. Fünf Seiten hatten Tippfehler: „Website“ statt „WebSite“ als Typ und „sameas“ statt „sameAs“ als Feldname sowie dreimal ContactPoint statt contactPoint. Eine Seite nannte eine Bildadresse mit Leerzeichen. Eine Ratgeberseite eines Baumarkts trug zudem eine Gesamtbewertung des Unternehmens statt des Artikels, ob Google das beanstandet, liegt bei Google. Drei Einschränkungen gehören dazu: Die Gruppen sind klein, die Prüfung findet nur automatisch erkennbare Fehler, und „ohne Befund“ heißt nicht, dass ein Rich Result erscheint.
So finden Sie Fehler, bevor Google sie findet
Google empfiehlt, Markup während der Entwicklung mit dem Rich Results Test zu prüfen und nach der Veröffentlichung die Rich-Result-Berichte der Search Console zu beobachten. Vier Schritte genügen für einen Betrieb:
- Quelltext durchsuchen: Die Suche nach „ld+json“ zeigt, welche Blöcke tatsächlich ausgegeben werden und ob einer davon leer oder kein JSON ist.
- Rich Results Test ausführen: Er meldet fehlende Pflichtfelder und ungültige Werte, findet aber nicht jeden inhaltlichen Fehler.
- Angaben mit der Seite abgleichen: Name, Adresse und Öffnungszeiten im Markup müssen zu Seite und Impressum passen, wie es unser Ratgeber zur NAP-Konsistenz beschreibt.
- Berichte beobachten: In der Search Console zeigen die Rich-Result-Berichte nach der Veröffentlichung, ob Elemente ungültig werden, und das Konto lässt sich wie im Ratgeber zur Search Console auf dem eigenen Konto beschrieben einrichten.
Ein Beispiel zur Einordnung: Ein Betrieb wechselt das Theme, und das neue Theme gibt kein Markup mehr aus. Der Rich Results Test zeigt auf der Seite dann schlicht nichts, während der Bericht der Search Console erst mit Verzögerung abfällt. Ein Blick in den Quelltext deckt das sofort auf, wie unser Ratgeber zu Schema-Markup per Plugin empfiehlt.
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Fazit: Erst die Technik, dann die Wahrheit
Strukturierte Daten verhindern Rich Snippets vor allem durch fehlende Pflichtfelder, gesperrte Seiten und Angaben, die nicht zum sichtbaren Inhalt passen. Wer Quelltext, Rich Results Test und Search-Console-Berichte regelmäßig prüft und nur auszeichnet, was auf der Seite steht, vermeidet die meisten Fälle. Die Grundlagen dazu liefert unser Ratgeber zu strukturierten Daten, die Pflichtfelder für Betriebe beschreibt der Ratgeber zum LocalBusiness-Schema.