Ratgeber

Warum KI-generierte Texte allein selten gut ranken

Oktober 15, 2026 5 Min. Lesezeit

KI-generierte Texte ranken allein selten gut, weil reine KI-Seiten in den Top 20 selten sind und weil ungeprüfte Entwürfe oft genau das vermissen lassen, was Top-Seiten auszeichnet: konkrete, überprüfbare Angaben. In der Ahrefs-Auswertung von 600.000 Seiten waren nur 4,6 % rein KI-erzeugt, ein Ranking-Nachteil durch KI als solche ließ sich aber nicht feststellen. Bei den 59 Top-10-Seiten zu elf Kosten-Suchen, die wir selbst geprüft haben, nannten 49 mindestens zehn konkrete Angaben wie Preise, Prozentwerte oder Fristen.

Was Google zu KI-Texten sagt

Die Google-Anleitung zu generativer KI verbietet KI-Inhalte nicht. Sie warnt vor Seiten, die massenhaft mit generativen Werkzeugen entstehen und Nutzern kaum Mehrwert bieten, das fällt unter die Spam-Richtlinie zu massenhaft erzeugten Inhalten. Dazu rät Google, KI-Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Fakten zu prüfen. Die Tabelle fasst die Aussagen zusammen:

Frage Aussage der Google-Dokumentation Folge für Betriebe
Sind KI-Inhalte verboten? Nein, generative KI darf bei Recherche und Struktur helfen Der Einsatz ist erlaubt
Was gilt als Spam? Viele Seiten mit generativen Werkzeugen, die Nutzern kaum Mehrwert bieten Keine 50 Ortsseiten auf Knopfdruck
Was empfiehlt Google? KI-Inhalte manuell auf Fakten prüfen, die Entstehung erklären Faktencheck und Verantwortliche nennen
Titel, Beschreibung, Alt-Text? Auch KI-erzeugte Metadaten so sorgfältig prüfen wie den Text Meta-Texte nicht ungeprüft übernehmen

Wer als Betrieb weiß, wer für den Text verantwortlich ist und wie er entstanden ist, kommt auch den Erwartungen aus dem Ratgeber E-E-A-T einfach erklärt entgegen. Warum sich Textbausteine ohnehin nicht für die Zitierung in KI-Antworten eignen, beschreibt der Ratgeber Warum Textbausteine in KI-Antworten nie zitiert werden.

Was die Ahrefs-Daten zeigen

Ahrefs hat für 100.000 zufällige Suchbegriffe die Top-20-Seiten untersucht, insgesamt rund 600.000 Seiten, und den eigenen KI-Detektor darüberlaufen lassen. Die Studie „AI-Generated Content Does Not Hurt Your Google Rankings“ kommt auf diese Verteilung:

KI-Anteil der Seite Anteil der 600.000 Top-20-Seiten
Rein menschlich 13,5 %
1 bis 10 % KI 13,8 %
11 bis 40 % KI 40,0 %
41 bis 70 % KI 20,3 %
71 bis 99 % KI 7,8 %
Rein KI 4,6 %

Der Zusammenhang zwischen KI-Anteil und Position beträgt 0,011, also praktisch null. Die Studie schreibt außerdem, dass die Seiten auf Platz 1 tendenziell etwas weniger KI-Text enthalten und rein KI-erzeugte Seiten selten Platz 1 erreichen. Der Detektor ist ein statistisches Werkzeug, die Anteile sind Schätzungen und keine belegte Autorenschaft. Der Befund lautet also: Dass ein Text KI-Anteile hat, ist kein Rankingnachteil. Dass er nur aus KI besteht, kommt oben selten vor.

Eigene Auswertung: Was Top-10-Seiten zu Kosten-Suchen auszeichnet

KI-Text erkennen wir nicht zuverlässig, deshalb haben wir stattdessen zwei Merkmale gemessen, die bei ungeprüften Entwürfen typisch fehlen oder auftreten: Standardphrasen wie „in der heutigen Zeit“, „es ist wichtig zu beachten“ oder „spielt eine entscheidende Rolle“ und konkrete Angaben, also Zahlen mit Einheit wie Euro, Prozent, Kilowatt, Quadratmeter oder Jahre. Grundlage sind die organischen Top-10-Ergebnisse zu elf Suchen wie „wärmepumpe kosten“ und „badsanierung kosten“, Foren und Videos blieben außen vor. Von 78 Adressen waren 59 mit mindestens 200 Wörtern auswertbar.

Seiten ohne Standardphrase49 % (29 von 59)≥10 konkrete Angaben, alle Plätze83 % (49 von 59)≥10 Angaben, Plätze 1–589 % (16 von 18)≥10 Angaben, Plätze 8–1080 % (20 von 25)

Anteil der 59 auswertbaren Top-10-Seiten.

Merkmal (59 Seiten, 11 Suchen) Ergebnis
Standardphrasen je 1.000 Wörter Im Mittel 0,7, auf Plätzen 1–5 im Mittel 0,6, auf Plätzen 8–10 im Mittel 0,8
Seiten ohne eine einzige Standardphrase 29 von 59
Seiten mit mindestens 10 konkreten Angaben 49 von 59, die Spanne reicht von 0 bis 226 je Seite
Seiten ganz ohne konkrete Angabe 3 von 59

Das Ergebnis ist zweigeteilt. Standardphrasen sind in diesen Top-10-Seiten selten und trennen die Plätze 1–5 kaum von den Plätzen 8–10, sie taugen in unserer Stichprobe also nicht als Rankingsignal. Konkrete Angaben sind dagegen die Regel, bei 83 % der Seiten, und fehlen nur bei einer kleinen Minderheit. Die Einschränkungen: Es sind elf Suchen mit Kostenbezug, bei denen Zahlen ohnehin erwartet werden, viele Treffer stammen von großen Marken und nicht von Betriebs-Websites, 19 Adressen ließen sich nicht auswerten, und wir messen Merkmale, keinen KI-Anteil. Ob diese Seiten wegen der Zahlen oben stehen, zeigt die Auswertung nicht.

Warum ein ungeprüfter Entwurf bei Betrieben scheitert

Ein KI-Entwurf zu „Heizungswartung Kosten“ liefert in der Regel einen Satz wie „Die Kosten hängen von vielen Faktoren ab“. Das stimmt, aber es beantwortet die Frage nicht, die der Besucher stellt. Die Tabelle zeigt typische Sätze, was ihnen fehlt und wie Sie sie ergänzen (die Beispielzahlen sind erfunden und dienen nur zur Illustration):

Typischer Entwurfssatz Was fehlt So ergänzen Sie es
„Die Kosten hängen von vielen Faktoren ab.“ Eine Spanne Preis aus der eigenen Preisliste nennen, etwa „120 bis 180 €“
„Wir sind Ihr zuverlässiger Partner.“ Ein Beleg Einsatzgebiet, Gründungsjahr und eine Referenz nennen
„Ein ganzheitlicher Ansatz ist wichtig.“ Eine Handlung Beschreiben, was beim Auftrag konkret passiert
Gleicher Text für Stadt A und Stadt B Ortsbezug Echte Aufträge aus dem jeweiligen Ort anführen

Wie Sie aus einer solchen Preisangabe eine belastbare Seite machen, zeigt der Ratgeber Warum echte Preisspannen im Text mehr Vertrauen schaffen als „auf Anfrage“. Wenn Sie die Texte nicht selbst schreiben wollen, vergleicht der Ratgeber Website-Texte selbst schreiben oder schreiben lassen? die Wege. Fragen, die Ihre Kunden tatsächlich stellen, liefern den Stoff für eigene Angaben, wie der Ratgeber Häufige Kundenfragen als Content nutzen zeigt.

Selbstcheck: Ist Ihr KI-Entwurf fertig?

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Fazit: KI als Entwurf, nicht als Endfassung

KI-Text ist kein Rankingproblem, ein ungeprüfter Entwurf kann eines sein, weil ihm oft die konkreten Angaben fehlen, die Top-Seiten tragen. Nutzen Sie KI für Struktur und erste Formulierungen und ergänzen Sie dann Preise, Beispiele und Ansprechpartner aus Ihrem Betrieb. Beginnen Sie diese Woche mit einer einzigen Seite: Streichen Sie jeden Satz ohne Zahl oder Beispiel oder ersetzen Sie ihn. Ob die überarbeiteten Seiten mehr Anfragen bringen, belegt unsere Auswertung nicht. Wer die laufende Überarbeitung abgeben will, findet Unterstützung bei der Content-Pflege.

Häufige Fragen

Rankt KI-generierter Text schlechter bei Google?

Nicht allein wegen der KI. Google verbietet KI-Inhalte laut eigener Dokumentation nicht, und Ahrefs fand bei 600.000 Seiten praktisch keinen Zusammenhang zwischen KI-Anteil und Position. Reine KI-Texte sind aber selten: Nur 4,6 % der untersuchten Top-20-Seiten waren rein KI-erzeugt.

Wann wird KI-Text für Google zum Problem?

Wenn viele Seiten massenhaft und ohne Mehrwert entstehen. Google nennt das scaled content abuse und rät, KI-Inhalte vor der Veröffentlichung manuell zu prüfen.

Was unterscheidet gute Seiten von generischen KI-Entwürfen?

Konkrete, überprüfbare Angaben. Bei 59 geprüften Top-10-Seiten zu Kosten-Suchen nannten 49 mindestens zehn konkrete Zahlen, bei 29 stand keine einzige Standardphrase.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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