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Suchintention verstehen: Informational, kommerziell oder transaktional?

Oktober 21, 2026 5 Min. Lesezeit

Die Suchintention entscheidet, welchen Seitentyp Sie bauen: Wissensfragen gehören in Ratgeber, bei Vergleichs- und Testsuchen dominieren Portale und Medien, und Orts- und Auftragssuchen sind das Feld der Leistungsseite. In unserer Auswertung von 18 Suchergebnisseiten mit 145 organischen Treffern stammten bei Orts- und Auftragssuchen 49 % der Treffer von Betrieben, bei Wissensfragen 10 % und bei Vergleichs- und Testsuchen kein einziger. Wer die Absicht hinter einem Suchbegriff erkennt, spart sich Seiten, die nie eine Chance haben.

Was Suchintention bedeutet

Die Begriffe informational, kommerziell und transaktional stammen aus der SEO-Praxis, nicht von Google. Die Bewertungsrichtlinien für Googles Qualitätsprüfer unterscheiden stattdessen vier Absichten: Know für Informationen, Do für ein Ziel wie Kaufen oder Herunterladen, Website für ein bestimmtes Angebot und Visit-in-person für Orte und Betriebe vor Ort. Die Richtlinien sagen selbst, dass die Grenze zwischen Know und Do oft fließend ist und viele Suchen in keine Schublade passen. Eine einzelne Bewertung wirkt außerdem nicht direkt auf ein Ranking. Die Tabelle ordnet beide Sprachen einander zu (die Zuordnung ist unsere Vereinfachung):

SEO-Begriff Begriff bei Google Beispiel Passender Seitentyp
Informational Know „wallbox förderung“ Ratgeber mit Antwort im ersten Absatz
Kommerziell (Vergleich) Know oder Do, die Grenze ist fließend „wallbox test“ Preis- oder Erfahrungsbericht
Transaktional Do „wallbox installieren lassen“ Leistungsseite mit Anfrage
Lokal Visit-in-person „dachdecker aachen“ Leistungsseite plus Unternehmensprofil

Warum sich Betriebe mit Leistungsseiten und Ratgebern unterschiedlich aufstellen sollten, beschreibt der Ratgeber Blog oder Leistungsseite, und wie Sie passende Begriffe finden, der Ratgeber Keyword-Recherche für lokale Betriebe. Welche Werkzeuge dafür kostenlos zur Verfügung stehen, zeigt der Ratgeber Kostenlose Keyword-Tools im Vergleich.

Eigene Auswertung: Wer steht bei welcher Absicht oben?

Wir haben bei Ahrefs die Suchergebnisse zu 25 Suchbegriffen aus dem Handwerksumfeld abgefragt, jeweils die Top 10 organischer Treffer. Für 18 Begriffe lagen Daten vor: sechs Wissensfragen wie „wallbox förderung“, sechs Vergleichs- und Testsuchen wie „wallbox test“ und sechs Orts- und Auftragssuchen wie „dachdecker aachen“. Jeden Treffer haben wir von Hand einer von vier Gruppen zugeordnet: Betrieb, Verzeichnis oder Portal, Marke oder Medium, Forum oder Video. Das Diagramm zeigt den Anteil der Betriebe und den Anteil der Ergebnisseiten mit KI-Übersicht:

Betriebe, Wissens-Suchen10 % (4 von 42)Betriebe, Vergleichs-Suchen0 % (0 von 52)Betriebe, Orts-/Auftrags-Suchen49 % (25 von 51)KI-Übersicht, Wissens-Suchen83 % (5 von 6)KI-Übersicht, Vergleichs-Suchen33 % (2 von 6)KI-Übersicht, Orts-/Auftrags-S.17 % (1 von 6)

Anteil der Betriebe an den organischen Treffern und Anteil der Suchergebnisseiten mit KI-Übersicht.

Suchintention (Suchen, Treffer) Betrieb Verzeichnis, Vermittler, Portal Marke, Medium, Wissen Forum, Video
Wissen (6 Suchen, 42 Treffer) 4 (10 %) 4 (10 %) 28 (67 %) 6 (14 %)
Vergleich und Test (6 Suchen, 52 Treffer) 0 (0 %) 16 (31 %) 32 (62 %) 4 (8 %)
Ort und Auftrag (6 Suchen, 51 Treffer) 25 (49 %) 18 (35 %) 8 (16 %) 0 (0 %)

Drei Dinge fallen auf. Bei Orts- und Auftragssuchen steht fast jeder zweite Treffer für einen Betrieb, bei „elektriker aachen“ waren es sechs von neun. Bei Wissensfragen kamen alle vier Betriebe aus einer einzigen Suche, der nach dem FI-Schalter, bei den anderen fünf Wissensfragen kein einziger. Und die Ergebnisseiten unterscheiden sich: Bei fünf der sechs Wissensfragen zeigte Google eine KI-Übersicht, bei nur einer der sechs Orts- und Auftragssuchen. Die Einschränkungen: Es sind 18 Suchergebnisseiten, die Zuordnung der Treffer ist unsere Einschätzung, Betriebe mit Vermittlungsmodell haben wir als Betrieb gezählt, die Abfrage läuft ohne Standort des Suchenden, und sieben der 25 Suchbegriffe lieferten keine Daten. Ob ein Treffer Anfragen bringt, zeigt die Auswertung nicht.

Die Absicht erkennen: Drei Prüfungen

Für einen Suchbegriff genügen drei Schritte:

  1. Lesen Sie den Begriff auf Signalwörter: „was“, „wie“ oder „Anleitung“ deuten auf Wissen, „Test“ oder „Vergleich“ auf eine Auswahl, „Notdienst“, „Angebot“ oder „in der Nähe“ auf einen Auftrag.
  2. Rufen Sie den Begriff bei Google auf und sehen Sie, welche Seitentypen oben stehen. Stehen dort Verzeichnisse und Betriebe, ist es eine Auftragssuche, stehen dort Hersteller und Medien, ist es eine Wissens- oder Vergleichssuche.
  3. Ordnen Sie den Begriff einem Seitentyp zu und prüfen Sie, ob Ihr Betrieb dort mitspielen kann, in der Wissensrunde zum Beispiel nur mit eigener Erfahrung.

Die Tabelle zeigt vier Beispiele aus unserer Abfrage mit der Zuordnung:

Suchbegriff Signal im Begriff Absicht Seite
Heizung entlüften Handlung ohne Ort Wissen, selbst erledigen Ratgeber, nur mit Bezug zur Wartung
Wärmepumpe Vergleich Vergleich Modelle gegenüberstellen Eher Portale und Medien, Betrieb nur mit eigener Erfahrung
Klempner Notdienst Anlass Sofort beauftragen Notdienst-Seite mit Telefonnummer
Badsanierung Aachen Leistung plus Ort Betrieb finden Leistungsseite mit Referenzen

Bei Kostenfragen liegen beide Absichten dicht beieinander: Wer „Elektriker Kosten“ sucht, informiert sich und will oft bald beauftragen. Hier hilft, was der Ratgeber Warum echte Preisspannen im Text mehr Vertrauen schaffen als „auf Anfrage“ beschreibt. Für Fragen, die Ihre Kunden stellen, passt der Ratgeber Häufige Kundenfragen als Content nutzen.

Welche Seiten sich für Betriebe lohnen

Aus den Zahlen folgt eine klare Reihenfolge. Zuerst die Seiten für Orts- und Auftragssuchen, also Leistungsseiten mit Ort, Preisangaben und Anfrage, wie der Ratgeber Warum jede Leistung eine eigene Seite braucht erklärt, und ein gepflegtes Unternehmensprofil. Danach Ratgeber zu Wissensfragen mit direktem Bezug zu Ihrer Leistung, zum Beispiel der Förderung einer Wallbox, wenn Sie Wallboxen installieren. Vergleichs- und Testsuchen überlassen Sie besser den Portalen, solange Sie keine eigenen Erfahrungen beisteuern können, etwa mit Referenzen, wie der Ratgeber Fallbeispiele und Referenzen richtig präsentieren zeigt. Wie Google entscheidet, wer im Kartenbereich erscheint, beschreibt der Ratgeber Wie Google entscheidet, wer im Local Pack erscheint.

Selbstcheck: Welche Absicht hat Ihr Suchbegriff?

Geben Sie einen Suchbegriff ein (die Zuordnung ist eine Faustregel, prüfen Sie das Ergebnis bei Google nach):

Welche Absicht steckt im Suchbegriff?
Geben Sie einen Suchbegriff ein.

Fazit: Erst die Absicht, dann die Seite

Die Suchintention sagt Ihnen, ob ein Begriff zu einer Leistungsseite, einem Ratgeber oder zu keiner eigenen Seite führt. Beginnen Sie diese Woche mit den drei Begriffen, die Ihre Aufträge am direktesten beschreiben, und prüfen Sie bei Google, wer dort oben steht. Ob die Seiten danach mehr Anfragen bringen, zeigt unsere Auswertung nicht, sie zeigt nur, bei welcher Absicht Betriebe überhaupt oben vorkommen. Wer die Umsetzung abgeben will, findet Unterstützung bei Content-Pflege.

Häufige Fragen

Was ist Suchintention?

Das Ziel hinter einer Suchanfrage. Googles Bewertungsrichtlinien unterscheiden Know, Do, Website und Visit-in-person, in der SEO sind informational, kommerziell und transaktional üblich. Die Begriffe sind Hilfsmittel, keine festen Schubladen.

Welche Suchintention haben lokale Suchen?

Meist Do oder Visit-in-person: Wer „Dachdecker Aachen“ eingibt, will einen Betrieb finden und beauftragen. In unserer Auswertung stammten 49 % der organischen Treffer solcher Suchen von Betrieben.

Sollte ich als Betrieb Ratgeber zu Wissensfragen schreiben?

Nur gezielt. Bei den untersuchten Wissensfragen kamen 10 % der Treffer von Betrieben, 67 % von Marken, Medien und Wissensseiten. Besser sind Fragen mit direktem Bezug zu Ihrer Leistung und Ihrem Einsatzgebiet.

Zur Zusammenarbeit

Was kostet das?

Eine Website mit eingerichtetem Google-Unternehmensprofil beginnt bei 1.890 €. Mit vier eigenen Leistungsseiten bei 3.490 €. Die laufende Betreuung kostet ab 490 € im Monat und ist monatlich kündbar. Alle Positionen einzeln finden Sie unter Preise.

Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?

Das Google-Unternehmensprofil wirkt meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen — dort kommen die ersten Anrufe her. Eigene Leistungsseiten brauchen drei bis sechs Monate, bis sie stabil ranken. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, verkauft Ihnen Anzeigen oder erzählt Ihnen etwas.

Bin ich an eine Laufzeit gebunden?

Nein. Die einmalige Erstellung ist ein abgeschlossenes Projekt. Die laufende Betreuung ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist über den Monat hinaus.

Was muss ich selbst dazu beitragen?

Ein bis zwei Stunden Ihrer Zeit. Wir brauchen Fotos aus Ihrem Betrieb, realistische Preisspannen und die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon stellen. Die Texte schreiben wir, Sie prüfen sie fachlich — das muss ohnehin über Ihren Tisch.

Wem gehört die Website am Ende?

Ihnen. Domain, Hosting-Zugang, Inhalte und alle Konten laufen auf Ihren Namen — auch wenn Sie die Zusammenarbeit beenden. Sie bekommen keine Mietlösung, aus der Sie nicht herauskommen.

Und wenn es nicht funktioniert?

Dann sehen Sie das als Erstes, nicht wir. Die Google Search Console richten wir auf Ihrem eigenen Konto ein. Dort steht, für welche Suchanfragen Sie erscheinen und wie oft geklickt wird — in Ihren Daten, nicht in unserem Bericht. Und die Betreuung können Sie zum Monatsende beenden.

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