Ihre Mandate kommen über Empfehlung. Das hat dreißig Jahre funktioniert. Nur sind die Menschen, die jetzt einen Anwalt brauchen, damit aufgewachsen, dass man zuerst googelt — auch bei einer Empfehlung, um zu prüfen, wen man da anruft.
Eine Angestellte bekommt am Freitagnachmittag die Kündigung. Sie googelt „kündigung erhalten was tun”. Auf Platz eins bis vier stehen Portale. Sie füllt dort ein Formular aus.
Das Mandat geht an eine Kanzlei, die dafür eine Vermittlungsgebühr bezahlt hat. Ihre Kanzlei liegt zwei Straßen weiter.
SEO für Anwaltskanzleien hat eine Besonderheit, die keine andere Branche in dieser Form kennt: Sie dürfen nicht werben wie ein Möbelhaus. Kanzleimarketing bewegt sich zwischen Berufsrecht und Sichtbarkeit — und beides ist vereinbar, wenn man weiß, wo genau die Grenze liegt.
Was Sie wahrscheinlich schon kennen
Das funktioniert — nur mieten Sie dort Sichtbarkeit. Sie zahlen dauerhaft, konkurrieren auf derselben Seite mit den Kanzleien im Nachbarort, und beim Kündigen ist alles weg. Was Sie in Ihre eigene Domain investieren, gehört Ihnen.
Werbung ist Anwälten erlaubt, soweit sie sachlich über die berufliche Tätigkeit unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist — § 43b BRAO, konkretisiert in den §§ 6 ff. BORA. Sachliche Information ist damit ausdrücklich zulässig. Verboten ist Anpreisung, nicht Auffindbarkeit.
Meist liegt es an der Struktur: eine Seite „Rechtsgebiete” mit acht Aufzählungspunkten. Für jede dieser acht Suchen gibt es eigene Fragen und eigene Konkurrenz. Ohne eigene Seite je Gebiet ranken Sie für keines.
Wie Mandanten suchen
Der wichtigste Befund: Ein großer Teil dieser Suchen ist noch keine Mandatssuche, sondern eine Wissenssuche. Wer „kündigung erhalten was tun” eingibt, sucht Orientierung, nicht sofort einen Anwalt. Wer diese Frage sauber beantwortet, ist beim späteren Mandat schon bekannt — und muss nicht mehr überzeugen, sondern nur noch erreichbar sein.
Der Rahmen, in dem wir arbeiten
- Fachanwaltstitel nur bei Verleihung. „Spezialist für Arbeitsrecht” ist heikel, wenn die Kammer den Titel nicht verliehen hat. „Tätigkeitsschwerpunkt Arbeitsrecht” ist der saubere Weg — und rankt genauso.
- Keine Erfolgsversprechen, auch nicht in weicher Form. Eigene Erfolgsquoten sind ein bekanntes Problemfeld. Was geht: nachvollziehbar beschreiben, wie ein Verfahren abläuft.
- Mandantenbewertungen und Verschwiegenheit. Bewertungen sind zulässig, aber § 43a BRAO gilt weiter. Ein Fallbericht braucht die ausdrückliche Befreiung des Mandanten — und selbst dann anonymisieren wir.
- Erstberatung mit Kostenrahmen. Der Hinweis auf ein kostenpflichtiges Erstgespräch mit gesetzlicher Höchstgrenze ist unproblematisch und beantwortet die häufigste Suchfrage überhaupt. Pauschalpreise für Verfahren dagegen nicht.
Verbindlich ist Ihre Kammer. Wir richten die Inhalte an diesem Rahmen aus und markieren, wo wir eine Prüfung durch Sie empfehlen.
Wir sehen vorher nach, wo Sie stehen
Für welche Rechtsgebiete erscheint Ihre Kanzlei heute, welche Portale stehen darüber, und welche Nischen sind in Ihrer Stadt realistisch erreichbar? Das bringen wir mit ins Gespräch.
Kostenloses Angebot anfragen 15 Minuten · kostenlos · keine MandatsvermittlungWelche Seiten wir für Kanzleien bauen
Eine Seite je Rechtsgebiet
Familienrecht, Arbeitsrecht, Mietrecht — mit den Fragen, die Mandanten dazu tatsächlich stellen, und dem Ablauf eines typischen Verfahrens.
Erstberatung und Kosten
Die am häufigsten gesuchte und am seltensten beantwortete Frage. Wer hier schweigt, verliert an den, der es nicht tut.
Ratgeberbeiträge zu Wissenssuchen
„Was passiert nach einer Kündigung”, „Ablauf einer Scheidung”. Sachlich unterrichtend — genau die Form, die das Berufsrecht ausdrücklich erlaubt.
Namentliche Profile mit Qualifikation
Rechtsthemen zählen bei Google zu „Your Money or Your Life” und werden strenger bewertet. Eine identifizierbare Person mit nachvollziehbarer Qualifikation ist hier Voraussetzung, nicht Zierde.
Wenn Sie Notar sind
Notare unterliegen einem deutlich engeren Rahmen. Werbung ist stark eingeschränkt, sachliche Information über Zuständigkeiten und Abläufe bleibt möglich. Local SEO für Notare läuft deshalb fast vollständig über Auffindbarkeit: vollständiges Unternehmensprofil, korrekte Amtsbezeichnung, Sprechzeiten, Anfahrt, barrierefreier Zugang und klar beschriebene Verfahrensabläufe. Das ist weniger spektakulär und in Ihrem Fall genau richtig.
Noch Einwände? Berechtigt.
Genau deshalb Spezialisierung statt Breite. „Anwalt [Stadt]” bringt alles, auch das Unpassende. „Fachanwalt Erbrecht [Stadt] Pflichtteil” bringt weniger Anfragen mit deutlich höherer Passung. Wir bauen für das Zweite.
Bei „Anwalt Arbeitsrecht” tatsächlich nicht. Bei „Fachanwalt Sozialrecht [Ihre Stadt]” oder „Abfindung Höhe berechnen [Stadt]” schon — dort sind Portale schwach, weil sie keinen lokalen Bezug haben. Wir suchen vor dem Angebot nach genau solchen Lücken.
Ein bis zwei Stunden, einmalig, für Ihre Schwerpunkte und die typischen Mandantenfragen. Texte zu Rechtsgebieten legen wir Ihnen zur Prüfung vor — fachlich muss das ohnehin von Ihnen freigegeben werden.
Zeitrahmen, ehrlich
Rechtsthemen sind stark umkämpft, oft gegen Portale mit großen Budgets. Rechnen Sie für Rechtsgebietsseiten mit sechs Monaten und mehr. Schneller wirkt das Unternehmensprofil, meist in zwei bis sechs Wochen. Wer Ihnen Platz eins in vier Wochen zusagt, meint die Suche nach Ihrem Kanzleinamen — dort ranken Sie ohnehin.
Was es kostet
Website mit Unternehmensprofil ab 1.890 €. Mit vier Rechtsgebietsseiten ab 3.490 €. Laufende Betreuung ab 390 € im Monat, monatlich kündbar. Alle Preise.
Fünfzehn Minuten, ohne Verkaufsgespräch
Sie erfahren, welche Suchanfragen in Ihrer Stadt realistisch erreichbar sind und was das kostet. Wenn es nicht passt, sagen wir das — wir haben kein Interesse an Mandantschaft, die nach drei Monaten enttäuscht ist.
Termin anfragen Antwort werktags in der Regel innerhalb einer Stunde